Mittelschule Nr. 7, Brest, Republik Belarus Wählen Sie die Sprache Russisch

   STARTSEIT                                         

Projekt „Schülerbrücke“ – Eindrücke der Teilnehmer der Schule Nr. 7 Brest

Tagebuch
24.11.

Den ersten Tag habe ich in Berlin verbracht. Das war sehr lehrreich, weil Berlin eine große und spannende Geschichte, berühmte Denkmäler hat und unser Fremdenführer sehr nett und klug war. In Berlin habe ich meinen ersten Weihnachtsmarkt besucht. Nach der langen Stadtführung waren wir im Reichstag und mir hat sehr gefallen, dass die Deutsche diese Wand mit russischen Aussagen nicht abwaschen. Die erste Überraschung war unseres Hotel „Motel one”. Unsere Zimmer haben sehr modern ausgesehen.
Unser Stadtführer Auf dem Berliner Weihnachtsmarkt
Auf dem Berliner Weihnachtsmarkt
Am Reichstag Unser Hotelzimmer
Schriftzüge an den fragmentender Berliner Mauer

25.11
Zuerst haben wir eine nicht so lange Reise nach Weimar mit dem Bus (3-4 Stunden) gemacht. Nach dem Absetzen in der Jugendherberge haben wir die verschiedenen Regeln kennen gelernt (wie Ruhezeit um 22 Uhr). Danach, nach dem Abendbrot, hatten wir einen Treff mit den deutschen Jugendlichen und haben unser Programm in Weimar erfahren. Dieser Tag war ein bisschen anstrengend, weil das andere Menschen, ein anderes Land und eine andere Stadt waren. Unsere Haus “die Jugendherberge” finde ich sehr nett, weil in unserem Zimmer 3 Doppelstockbetten waren. Und zum Schluss habe ich noch einmal den Weihnachts- markt besucht. Er steht auf dem Theaterplatz neben dem Denkmal von Goethe und Schiller.

Zusammenkunft der beiden Gruppen
Auf dem Weihnachtsmarkt in Weimar
Goethe-Schiller-Denkmal vor dem Weimarer Nationaltheater

26.11
Ich mag deutsches Frühstück, so dass ich mich am Morgen über ein Sandwich mit Honig erfreuen konnte. Nach dem Mittagessen hatten wir ein Seminar über die Umwelt. Ich bemerkte, dass für deutsche Kinder diese Thema nicht neu war und sie sicher zu globalen Problemen ihre Meinung zum Ausdruck bringen. Mich interessieren solche Themen, deshalb war ich froh, etwas Neues zu hören. Und am Ende des Tages haben wir beschlossen, mit der deutschen Jugend zu spielen. Den Abend haben wir auf der Bowlingbahn verbracht. Es war sehr cool und lustig für uns und ich denke, dass war nur der erste, aber ein sehr wichtiger Schritt bei der Schaffung unserer Freundschaft.

Gute Freunde In der Bowlingbahn
Viel Kampfgeist und Spaß beim Bowling

27.11.
Am Anfang des Tages wartete ein leckeres Frühstück mit Tee auf uns und dann bekamen wir die Aufgaben. Es war ein kleines Buch mit Übungen. Das Ziel dieser Aufgaben war, uns wichtige Sehenswürdigkeiten und Persönlichkeiten aus Weimar vorzustellen. Wir hatten bei uns selbst eine Führung durch das Haus der Anna Amalia und konnten seiner Geschichte lernen. Ich denke, sie kann ein Beispiel für viele Leute werden, denn sie war sehr intelligent und belesen. Nach dem Mittagessen und einer Führung erwarteten wir das Seminar. Das Thema war „Interactive Cultures“. Ich weiß nicht, wie bei den anderen, aber für mich war es interessant, denn manchmal mag ich Animé sehen und Manga lesen. Mir gefiel, dass Frau Poppits versucht, Ratschläge zu geben und um mit jedem von uns arbeiten. Und Abend das ist Zeit für zusammen Spiel.

Während der Exkursion im Wittums Palais

28.11.
Amm…Ich kann nicht sagen, dass dieser Tag „nett”, „cool” oder „wunderschön“ war. Nach dem Frühstück mussten wir ganz schnell zur Haltestelle gehen. Wir hatten eine Fahrt zum Konzentrationslager Buchenwald. Ich war schon zweimal in polnischen Konzentrationslagern, aber dort gab es nur Ruinen. Daher war das, was ich gesehen habe, für mich schockierend. Große Bilder mit toten Menschen, Filme, schreckliche Kälte und am Ende das Museum. Dort habe ich viele Male geweint, als ich die Dokumente der verstorbenen Kinder gesehen habe. Das war sehr schwer für die Seele.

29.11
Das war unser letzter Tag in Weimar. Wir haben unsere Sachen begonnen zu packen. Aber! Nach dem Abend haben wir eine letzte Stadtführung und sie hat wie ein Spiel ausgesehen. Der Führer hat uns eine Geschichte über bekannte Personen wie Schiller und Goethe erzählt und dann mussten wir wählen, ob das wahr war oder der Führer gelogen hat. Und wenn die Antworten immer richtig waren, bekam man einen Preis. Das war neu für mich. Wir haben auch das Haus von Goethe besucht.

Goethes Schriftzug
In Goethes Wohnhaus

30.11.
30 Stunden haben wir eine Busfahrt nach Vitebsk mit Ninas Gitarre.

Aliaksandra Kuzniatsova, Kl. 10 b, Mittelschule Nr. 7 Brest, Belarus

Bevor wir nach Vitebsk fuhren, war ich davon überzeugt, dass es nichts Neues in unserer Republik geben kann. Ich habe mir diese Stadt als Mischung von Brest und Minsk vorgestellt, also etwas Interessantes erwartete ich gar nicht. Die lange Zeit unterwegs von Weimar nach Witebsk hat mich teilweise umgebracht. Der Akku meines Handys war leer, es war zu dunkel zum Lesen, kaum Platz zum Schlafen.
Dann kam jemand auf die Idee, dass ich Gitarre spielen sollte. Das tat ich. Alle anderen fingen an, mitzusingen. So musikalisch haben meine Mitfahrenden und ich den Weg nach Nordbelarus vertragen. Es dauerte ziemlich lange.
Unsere Qualen waren nicht umsonst!
Schon im Hotel merkten wir, dass hier alles irgendwie ungewöhnlich und gleichzeitig ganz normal aussah. So ein seltsames Gefühl. Die Hotelzimmer erinnerten sehr an die damaligen typischen sowjetischen Wohnungen.
Nach der Ankunft machten wir kurz eine Versammlung, wo uns erklärt wurde, wann wir zu Bett gehen (um 22.00) sollten. Dann war es knapp mit der Zeit und… wir gingen zu Bett. Alle waren total müde, deswegen war es nicht so schwer einzuschlafen.

01.12.
Der erste Tag hat mit dem Frühstück angefangen. Dann hatten wir eine Führung durch die Stadt, Mittagessen, Führung, Abendessen… und dann gingen wir nach Hause. Im Hotel wollte ich mir etwas Leichtes zum Essen holen, deswegen ging ich mit ein paar Gleichaltrigen und Anna Iwanowna ins Geschäft. Unterwegs genoss ich die Schönheit des Abends in Witebsk. Dort war eine herrliche Beleuchtung, fröhliche Menschen, alles war sehr lebensfroh und lebensvoll, und das begeisterte mich sehr. Ich wollte nicht zurück zum Hotel gehen. Ich musste trotzdem: Nachtruhe…
Danach kam schon die Liste von Veranstaltungen, die uns erwarteten.
 

02.12.
Erst am Morgen erfuhr ich, dass es am Abend eine gemütliche Zusammenkunft mit meiner Gitarre gibt. Ob sie nur meine Gitarre wollten oder sollte ich eigentlich auch dabei sein – das wusste ich nicht. Aber ich ging sowieso dorthin, und zwar nicht allein, sondern mit meinem Instrument. Doch bis zum Abend hatten wir nicht frei.

03.12.
Ab 10.00 hatten wir Seminar zum Thema Land-Art und haben eigene Land-Art Bilder gemacht. Viele von uns hatten gute Kameras und haben eigene Bilder vorgestellt. Das machte ich auch. Später war Mittagessen, immer noch aßen wir Nationalgerichte. Als Nächstes kamen die Mittelalterspiele und die Feuershow. Das alles war unglaublich! Und die Atmosphäre hier war wie im richtigen Mittelalter.

Doch alles war zur Ende, wir müssen noch ein paar Nationalgerichte essen und endlich kam der Abend mit meiner Gitarre. Wir haben alle Weihnachtslieder gesungen, die wir nur kannten (und auf den Blättern hatten), ich habe nur den Ton gegeben. Dann besprachen wir, was wir zur Abschiedsfeier vorbereiten wollen. Für mich war es ganz klar, dass unser Auftritt einen musikalischen Teil enthalten sollte. Gemeinsam mit einem deutschen Jungen beschlossen wir, einen Song über die Busfahrt zu machen. Auch die anderen bekamen ihre Rollen. Niemand blieb ohne Beschäftigung.
Nachtruhe.

04.12.
Dieser Tag war als Tag für die Freizeit geplant, doch das waren Lügen. Zuerst hatten wir Seminar, wo wir uns in zwei Gruppen teilen sollten. Jeder hatte die Wahl: einen Schal oder eine „Spinne“ zu machen. Ich war in der ersten Gruppe. Dann arbeiteten wir ein paar Stunden an unseren Schals. Als das alles zu Ende war, taten mir meine Hände wahnsinnig weh und außerdem waren die voller Farbe. Aber trotzdem kam ich zum Mittagsessen. Man kann schon leicht erraten, was wir für ein Essen hatten.

Zwei Stunden später hatten wir das, was die Erwachsenen „Freizeit“ nannten. Für die deutschen Schüler war es wirklich Freizeit, aber für uns Belarussen war es das nicht. Wir mussten unsere deutschen Freunde begleiten, damit die alles kaufen konnten, was sie wollten. Obwohl diese Perspektive nicht besonders toll aussah, freute ich mich darüber. Mit meiner deutschen Freundin bummelte ich durch das Einkaufzentrum und half ihr bei Kommunikation und Souvenierkaufen. Ehrlich gesagt, wollte ich nichts in Vitebsk kaufen, deswegen war das für mich ganz toll, jemandem dabei zu helfen.

Abends (Abendessen gab es, und zwar war hier… Nationalküche) gingen wir zur Ausstellung eines Malers. Er malte in moderner Art, also seine Bilder konnten wenige von uns verstehen.
Als wir damit fertig waren, kamen wir zum Hotel und probten unseren Auftritt. Fast alle waren fertig. Also alles waren schon sicher. Außer uns zwei, die den Song über die Busfahrt singen sollten. Deswegen probten wir alleine bis zu Nachtruhe. Und später auch. Deshalb kam unsere Betreuerin zu uns und drohte, dass der Nikolaus uns Kohle bringt, wenn wir nicht sofort schlafen gehen.
Also sind wir schlafen gegangen.

05.12.
Der 5. Dezember hat hektisch angefangen. Ich habe sehr wenig geschlafen.
Am Morgen fuhren wir zum Moor und unterwegs (3,5 Stunden) schlief ich einfach. Als wir schon aussteigen sollten, war ich total von dem Wetter begeistert: Es schneite und die Sonne schien. Alles sah so wunderschön aus!
In der Natur war es toll, weiß und kalt. Wir besuchten ein Museum, das ist diesen Moor gewidmet, gingen eigentlich durch das Moor Das Merkwürdigste war die Fahrt mit einem Jäger auf seinem Auto. Es gab keine Störungen für ihn: Er kann überall hinfahren. Unterwegs erzählte er uns verschiedene Geschichten.

Danach saßen wir alle am Feuer, tranken Tee und aßen Plätzchen. Abends fuhren wir zurück, hatten Abendsessen, Nachtruhe…
Bevor wir zu unseren Betten gingen, putzte jeder seine Schuhe und stellte sie draußen hin.

06.12.
Am Morgen des 6. gab es hier schon Geschenke!
Am frühen Morgen frühstückten wir. Dann ging alles los nach Minsk. Wir fuhren mit dem Zug. Dort waren wir endlich mit unseren Auftritt fertig.
Um 12 Uhr waren wir schon in Minsk, hatten Stadtführung und fuhren zum Ausflugscamp. Hier führten wir ein paar Stunden verschiedene Wettbewerbe durch, dann war Abschiedsabend dran. An diesem Abend zeigte sich, dass wir die kleinste und die gemütlichste Gruppe hatten. Unser Auftritt war ganz schön verlaufen.

Nachdem wir damit fertig waren, gab es die Erlaubnis, so lange wach zu sein, wie wir wollen. Disco, Feuer, tanzen, spielen, singen… und selbstverständlich weinen, weil alles schon vorbei ist. Ich weiß nicht, wie spät es war, als ich schlafen ging. Ich weiß nur, dass ich super-glücklich war.

07.12.
Wir (Brester) fuhren mit den Deutschen nach Brest, verabschiedeten uns. Viele Tränen und Umarmungen gab es hier. Dann fuhren sie weiter nach Deutschland und wir alle gingen nach Hause.

Alles war unvergesslich.
Ich würde gerne noch einmal an einem solchen Projekt teilnehmen.

Nina Wawrentschuk, Kl. 10b, Mittelschule nr. 7 Brest, Belarus


Reiseeindrücke
Ich habe vom 23. November bis zum 07. Dezember am deutsch-belarussischen Jugendbegegnungsprojekt „Schülerbrücke 2014“ teilgenommen.
Am ersten Tag trafen sich alle Teilnehmer in Berlin. Die belarussischen Schüler hatten eine Stadtführung (Berliner Mauer, Fernsehturm, Museumsinsel, die Hauptstraße „Unter den Linden“). Wir waren auch im Rathaus.
Am 2. Tag waren wir schon in Weimar. Wir wurden in einer gemütlichen Jugendherberge untergebracht. Dort lernten wir die deutschen Schüler kennen, die in unserer Gruppe waren. In Weimar nahmen wir an vielen Workshops, Seminaren und Exkursionen (zu historischen und ökologischen Themen) teil.
Wir waren im Goethe-Museum, im Anna-Amalia-Museum, im Bauhaus-Museum, in der Buchenwald-Gedenkstätte. Abends bewunderten wir den Weihnachtsmarkt. Am 1. Advent besuchten wir eine katholische Kirche.
Der zweite Teil des Projekts verlief in Vitebsk. Dort wurden auch viele interessante Seminare durchgeführt (Land-Art und traditionelle belarussische Handwerkstechniken). Wir waren auch in dem Nationalpark „Yelnja“. In Vitebsk begannen wir an unserer Präsentation zu arbeiten, die wir am letzten Tag der Begegnung in Minsk zeigen sollten. Am letzten Tag tratfen sich alle in Minsk wieder. Dort hatten wir eine Abschlussparty, die großartig und cool war.


Yanina Roshchanka, Kl. 10 w, Mittelschule Nr. 7 Brest, Belarus

Im Leben des Menschen spielt die Kommunikation die Hauptrollen. Die Kommunikation hilft Erfahrungen auszutauschen. Und der Umgang mit Kindern aus anderen Ländern gibt die Möglichkeit, die Kultur des Landes kennenzulernen.
So begaben wir uns nach der ersten Woche in Weimar in die nördliche Hauptstadt unseres Landes, in die Stadt Witebsk. Obwohl wir in Witebsk spät angekommen sind, war diese Stadt hell beleuchtet. Ungeachtet der Müdigkeit waren wir gespannt, da uns die Woche der neuen Eindrücke erwartete: Wie der Besuch des Kunstmuseums, Workshops und die Ausstellung des Künstlers Victor Shilko, die Stadtführung. Im Workshop erzählte man von der Kultur unseres Landes, wo alle Kinder tatsächlich belarussiche Souvenirs basteln konnten. Man lernte die Geschichte der Ritter des 14. Jahrhunderts kennen und man konnte sogar an den nationalen Spielen teilnehmen. Gleichzeitig waren wir stolz auf unser Land, auf seinen Reichtum. Und außerdem hatten wir einen tollen Reiseführer im Reservat „Jelnja“, wo er seine eigenen Gedichte vorgetragen hatte. Für uns war das Klima in Witebsk kälter, aber die freundliche Atmosphäre, die warmen Abende in der Vorbereitung des Abschlusskonzertes gab so viel Energie, dass man immer gute Laune hatte. Deshalb war es in Brest für uns alle sehr schwer, denn der Mensch braucht viele Sachen, von denen die Kommunikation am wichtigsten ist.

Katsiaryna Papko, Kl. 10 b, Mittelschule Nr. 7, Brest, Belarus.

Das ist mein Fahrerlebnis

Das ist mein Fahrerlebnis
Am 22. November bis 7. Dezember fuhr ich mit 5 Mädchen nach Weimar und Vitebsk. Wir nahmen an einem Wettbewerb teil und als Preis gewannen wir diese Reise.
An diesem Projekt waren nicht nur wir, sondern auch die Leute aus ganz Belarus, nämlich aus solchen Städten, wie Sluzk, Grodno, Minsk und Molodetschno beteiligt.
In verschiedenen Städte von Deutschland und Belarus fand ein Jugendtreff zwischen den Belarussen und Deutschen statt, wo ich und meine Freundinnen unsere Sprachkenntnisse verbesserten, deutsche Kultur kennen lernten und natürlich neue Bekannte und Freunde fanden.
In Deutschland und Belarus besuchten wir verschiedene Work-Shops und Seminare. Zum Beispiel, in Vitebsk waren Seminaren über Land-art und Landschaftdesign, über traditionelle belarussische Handwerkstechniken. Auch fuhr unsere Gruppe ins Naturschutzgebiet „Moor Jelnia“, wo wir viele interessante Informationen über Moore erfuhren. Wir fuhren da mit einem Geländefahrzeug. Das war beängstigend - überall lagen die Moore - aber doch sehr cool!
Diese Reise ist ein interessantes Abenteuer. Und ich würde mit großem Spaß noch einmal dieses Abenteuer erleben!

Viktoryia Danilchuk, Kl. 10 b, Mittelschule Nr.7, Brest, Belarus

Das Projekt „Schülerbrücke“

Am 23. November hat uns der Bus aus Minsk vom Busbahnhof abgeholt. Von diesem Zeitpunkt hat an unsere Reise und die Teilnahme am Projekt angefangen. Die ganze Nacht waren wir unterwegs und endlich am Morgen kamen wir in Berlin an. Wir wurden in dem Hotel ONE untergebracht. Das Hotel befand sich im Zentrum von Berlin. Aus dem Fenster konnten wir den Fernsehturm sehen.

Am selben Tag hatten wir eine Stadtführung. Unser Stadtführer, Martin Sommer, erzählte uns über die Stadt Berlin, zeigte die berühmtesten Sehenswürdigkeiten. Am Abend besuchten wir den Reichstag. Während der Exkursion erfuhren wir viel über die deutsche Geschichte, die Entstehung des Gebäudes.

Am 25. November kamen wir in Weimar an und stiegen in der Jugendherberge ab. Wir warteten auf die deutschen Schüler aus Wörrstadt. Wir machten uns mit ihnen bekannt und unsere Betreuer machten uns mit dem Programm vertraut. Was uns erfreute, dass an diesem Abend die Eröffnung der Eisbahn und des Weihnachtsmarktes stattfand. So gingen wir aus, sahen der feierlichen Veranstaltung zu, tranken Kinderpunsch.

Am 26. November hatten wir ein Umweltseminar, wo wir die Probleme der Luftverschmutzung und des Holzeinschlages besprochen haben. Es war sehr interessant, weil es interaktiv war. Außerdem haben wir Sachen aus Recyclingstoffen gebastelt: Portmonee aus Karton und ein Armband aus Leder. In der Pause wurden wir mit Cheescake bewirtet. Am Abend war der Besuch des Bowlingclubs angesagt. Das hat uns viel Spaß gemacht.

Am 27. November bereiteten wir uns auf die Führung ins Wittumspalais von Anna Amalia, der Mutter von Herzog Carl August, vor. Am Vormittag erledigten wir einige Aufgaben in Arbeitsheften und besichtigten das Palais, am Nachmittag und suchten wir die Antworten auf die übrigen Fragen. Außerdem nahmen wir an dem Seminar Manga teil, wo wir Karikaturen zeichneten. Frau … brachte uns bei, wie man die Emotionen ausdrücken kann.

Der 28. November war ein schwieriger Tag, weil wir das KZ Buchenwald besuchten. Obwohl der zweite Weltkrieg schon lange vorbei ist, war die Atmosphäre nicht die beste. Man fühlte in sich Angst, Hilfslosigkeit. Aber es ist wichtig, diese Gedenkstätte aufrechtzuhalten, um den jüngeren Generationen zu zeigen, dass niemand berechtigt ist, die Menschen anderer Nationen zu vernichten, zu missachten. Es ist wichtig, der Wiederholung dieser Ereignisse vorzubeugen.
Am Samstag besuchten wir das Goethehaus. Es war sehr interessant, etwas über das Leben und die literarische und politische Tätigkeit des Schriftstellers zu erfahren, sein Haus zu besichtigen. Im Haus sind die persönlichen Sachen, die Bibliothek, Gemälde untergebracht und bewahrt, die uns viel über Goethes Leben und Schaffen berichten, den Geist der damaligen Zeit vermitteln.

Am Abend hatten wir die Führung “Die wahren Lügen“. Der Schriftsteller und gleichzeitig der Stadtführer erzählte uns 10 Geschichten und wir errieten, ob das eine gelogene oder wahre war. Der Abendkinobesuch gefiel mir sehr, weil es der Film war, der mich faszinierte.
Am Sonntag fuhren wir nach Belarus, nach Vitebsk ab.

Projektbericht

Vom 23.11. bis 07.12. nahmen fünf Schüler unserer Schule am belarussisch-deutschen Projekt „Schülerbrücke“ teil. Dieses Projekt wurde vom Goethe-Institut Minsk organisiert und durchgeführt.

Die gesamte Gruppe der Teilnehmer bestand aus 60 Personen und wurde sowohl in Belarus als auch in Deutschland auf drei Orte aufgeteilt. Lübeck, Würzburg und Weimar in Deutschland; Grodno, Brest und Vitebsk in Belarus.

Voraussetzung für die Teilnahme war ein Wettbewerb um das beste Video zum Thema „Warum will ich am Jugendtreffen „Schülerbrücke“ teilnehmen?“.

Die erste Woche verbrachten die Teilnehmer der Mittelschule Nr. 7 (Nina Vauranchuk, Katsiaryna Papko, Viktoryia Danilchuk, Yanina Roshchanka und Aliaksandra Kuzniatsova in Deutschland in der Stadt Weimar. Während des Jugendtreffens waren sie in einer Jugendherberge untergebracht. Im Rahmen des Projektes nahmen sie an Seminaren, Workshops, Exkursionen zu Jugend- und allgemeingesellschaftlicher Thematik teil: Ökologie, allgemeine Geschichte, Migration usw. Zur Durchführung der Seminare und Workshops waren Experten auf den jeweiligen Gebieten eingeladen. Im Zentrum der Aufmerksamkeit des Projektes stand das Eintauchen in die Kultur des Landes mit seinen landeskundlichen und sprachlichen Besonderheiten.

In der Stadt Weimar erfolgte auch das gegenseitige Kennenlernen der deutschen Teilnehmergruppe aus der Stadt Wörrstadt und der belarussischen Teilnehmer aus Sluzk, Grodno, Minsk, die dann auch die Teilnahme im Projekt gemeinsam mit unseren Schülerinnen in Vitebsk fortsetzten.

Eines der Seminare in Weimar war dem Umweltschutz und ökologischen Problemen gewidmet. Die Jugendlichen beschäftigten sich mit Fragen der Schadstoffemission in der Umwelt, mit der Herstellung alternativer Energien, die den Schutz der Natur und die Wirtschaftlichkeit der Naturressourcen garantieren. Die Teilnehmer diskutierten den übertriebenen Konsum, die Rolle des Shoppings für die Menschen, und ob Einkäufe der Verbesserung der Laune oder dem Entfernen von Problemen dienlich sind.

Aus Produktverpackungen stellten sie ein Portemonnaie her, um zu zeigen, wie man einer auf den ersten Blick nicht notwendigen Sache ein zweites Leben geben und damit die Müllberge verkleinern kann.

Im Seminar „Manga“ fertigten die Jugendlichen interessante Karikaturen, die verschiedene Emotionen, Gefühle und Launen der Menschen ausdrückten, damit in die innere Welt des Menschen stürzten, mit dem Blick auf die Natur ihrer Erfahrungen.

Die Jugendlichen lernten das studentische Weimar – die Bauhochschule und die Studentenstadt kennen.

Die Teilnehmer des Treffens konnten sich mit den Sehenswürdigkeiten der wunderschönen Stadt vertraut machen. Die erste Bekanntschaft mit der Geschichte der Stadt erfolgte während der Exkursion, an der sie aktiv teilnehmen. Sie führte ins Schloss der Herzogin Anna Amalia (Wittumspalais Anm. d. Ü.). Sie arbeiteten am Projekt unter dem Titel „Spurensuche“ und erfüllten dabei speziell ausgearbeitete Aufgaben. Das war eine ergänzende Motivation für die zielgerichtete Aufnahme und Informationsverarbeitung.

Weimar, dessen Geschichte ist eng verbunden mit den großen deutschen Dichtern J. W. Goethe und F. Schiller. Den Teilnehmern glückte es, das bekannteste Museum der Stadt, das Goethe-Haus, zu besichtigen, ein Gebäude im Barockstil, in dem es noch originale Einrichtungen, Handschriften von Goethe, Bilder- und Mineralsammlungen gibt und das ein Geschenk von Herzog Karl August an den Dichter war. Vor dem Nationaltheater konnte man das Goethe-Schiller-Denkmal, das deren Schaffen und ihrer Freundschaft gewidmet ist, sehen. Einen großen Eindruck hinterließ die Stadtexkursion mit dem Stadtführer und Schriftsteller Jürgen Bens. Mit ungewöhnlichen Geschichten, wahren oder ausgedachten, begeisterte er die Jugendlichen für das damalige Leben, schillerte ihr Leben und belebte historische Helden dieser wahrhaftig märchenhaften Stadt. In Form von Anekdoten, Erzählungen und Legenden erwärmte er das Interesse der Jugendlichen, die sich bemühten zu erkennen, ob es Wahrheit oder zum Teil Ausgedachtes ist.

Am Vorabend der Adventszeit, der Periode vor Weihnachten, konnten alle Teilnehmer der Eröffnung des Weihnachtsmarktes beiwohnen, feierliche Stimmungen genießen und deutsche Weihnachtsköstlichkeiten probieren.

Allerdings ist die tragische Seite der Stadt Weimar Hitlers Aufstieg zur Macht und die Errichtung des Konzentrationslager Buchenwald, dessen Besuch die deutschen und belarussischen jungen Leute veranlasste, über die Werte des menschlichen Lebens, dem Recht der Menschen auf Leben, ungeachtet der Nationalität, Religion und politischen Ansichten, nachzudenken.

In der zweiten Woche des Projektes in Vitebsk genossen die Teilnehmer das interessante Aufenthaltsprogramm. Im Seminar „Land-Art“ konnten sich die Kinder bekannt machen, wie man Landschaftsdesign schafft, graue Straßen, Wände, Treppenhäuser verschönert. Und mit Hilfe des Fotoapparates und Fantasie schufen sie interessante Bilder und Sujets als kreative Verwirklichung.

Der Besuch des Mittelalter-Klubs zeigte den Jugendlichen nicht nur die Geschichte von Vitebsk, sondern sie konnten auch Kostüme anprobieren, mit deren Wiederherstellung sich der Klub beschäftigt. Er beschäftigt sich mit der Region Dwina und dem Territorium über dessen Grenzen hinaus. Ihr kreatives Können zeigten die Teilnehmer im Seminar zu traditionellen Technologien wie Strohflechten, Muster in Stoff drucken. Vitebsk ist eine Stadt der Kunst und davon konnten sich die Teilnehmer während des Ausstellungsbesuchs des Künstlers Juri Pen, dem Begründer der ersten Kunstschule in Vitebsk, überzeugen und auch durch die Bekanntschaft mit dem Schaffen und der Lebensgeschichte von Mark Chagall und dem Besuch seines Museums.

Im Workshop hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, ihre Gefühle und Empfindungen bei der Teilnahme am Projekt auszudrücken.

Die Abschlussetappe war das Treffen aller 60 Teilnehmer in der Stadt Minsk zum Abschlusskonzert mit Darlegung der Ergebnisse der durchgeführten Arbeit, wo sie ihre Eindrücke austauschten und die erfolgreiche Beendigung des Projektes feierten.

Bleibt nur zu wünschen, dass solche Treffen wenn möglich öfters stattfinden, da sie nicht nur vereinen und die jungen Leute entwickeln, sondern auch gestatten sich sicher zu fühlen, den Horizont zu erweitern Möglichkeiten und Fähigkeiten aufzudecken und natürlich die deutsche Sprache zu vervollkommnen.

Anna Worobjowa, Deutschlehrerin, Mittelschule Nr. 7 Brest, Belarus
 

 

  началу страницы