Mittelschule Nr. 7, Brest, Republik Belarus Wählen Sie die Sprache Russisch

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Meine Zeit in Brest

Von der Schule - in die Schule????

Klingt verrückt und das ist es auch. Als ich von «kulturweit» den Platzvorschlag Brest, Belarus erhielt, musste ich nicht lange überlegen. Und was soll ich sagen? Ich habe es in keiner Minute bereut.

Obwohl ich nun mittlerweile die 4. Kulturweitfreiwillige an der Mittelschule Nr. 7 bin, wurde meine Anwesenheit keineswegs als Selbstverständlichkeit empfunden. Begonnen hat mein Freiwilligendienst mit der Woche der deutschen Sprache und Kultur in Brest, bei der ich sofort voll in die Vorbereitungen einbezogen war. Weiter ging es mit verschiedenen Projekten und Unterrichtsstunden zu landeskundlichen Themen.

Im November durfte ich zum Zwischenseminar nach Tallinn reisen. Besonders gerne habe ich mit der Museumsgruppe und den Kindern des Grundschultheaters gearbeitet. Im Dezember ging es dann mit einem vollen Weihnachtsprogramm durch alle Klassen, egal ob Plätzchen backen, Weihnachtskarten basteln oder Weihnachtslieder singen, der Spaß hat den Stress gut ausgeglichen.

Theaterfestivals, Seminare, Computerarbeit und weitere Projekte füllten die Zeit bis Ostern gut aus. In den Wochen vor Ostern tourte ich erneut durch die Klassen, um zu basteln, Vokabeln rundum Ostern zu vermitteln oder das Allgemeinwissen zum Thema aufzufrischen.

Mit besonderem Stolz erfüllte es mich, dass unsere Schülerin den Titel „Lesefuchs“ mit nach Belarus brachte, denn auf den Wettbewerb hatten wir uns gemeinsam vorbereitet. Bei dem von der ZfA organisierten Seminar in Pinsk zu den „DSD- Sternchenthemen“ bekam ich die Möglichkeit, einen eigenen Seminarbeitrag zu leisten, der im Allgemeinen auf große Resonanz traf. Es war spannend zu sehen, mit welchen Materialien man die Schüler auf das Sprachdiplom vorbereiten kann. Auch dass ich bei der Sprachdiplomübergabe in Minsk dabei sein durfte, hat mich sehr gefreut.

Am Ende des Schuljahres steht nun das Sprachlager an, indem die Schüler sich noch einmal intensiv mit der deutschen Sprache beschäftigen.

Was soll ich noch sagen? Ich hatte eine tolle Zeit an der Mittelschule Nr. 7, auch wenn es manchmal chaotisch, spontan und stressig zuging. Mir wurde erst neulich attestiert: „Du bist viel entspannter geworden.“ Na, wenn das nichts ist. Ich hoffe, ich kann diese Gelassenheit mit nach Deutschland nehmen.

Was ich am meisten am Schulleben vermissen werde? Von irgendwo hat immer jemand „Guten Tag“, „Hallo“ oder „Strastwutje“ gerufen. Aber am Besten wird mir wohl das bewundernde „Oooiiiiihhhh, Katharinnnaaa!“ von meinen Dritten im Ohr bleiben. Dieser freudige Ausruf, obwohl ich zweimal in der Woche kam, hat mir stets meinen Tag versüßt.

Ich wünsche allen Kollegen, Schülern und zukünftigen Freiwilligen alles Gute für die Zukunft.

Oder um es mit den Worten des berühmten deutschen Dichters Goethe zu sagen:

„Steile Gegenden lassen sich nur durch Umwege erklimmen, auf der Ebene führen gerade Wege von einem Ort zum andern.“

Katharina Schwerdt, «kulturweit» - Freiwillige 2013/14

Die Museumsgruppe „Der Wolf und die Hexe“

„Der Wolf und die sieben Geißlein“

 

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