Mittelschule Nr. 7, Brest, Republik Belarus Wählen Sie die Sprache Russisch

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Internationales Lesefuchsfinale in Sankt Petersburg 2014

Ich habe am Lesefuchsfinale in Sankt Petersburg teilgenommen.

Wir, also Frau Kraus, Natalja Wladimirowna und ich sind am Samstag, den 26. April, losgefahren und waren 18 Stunden mit dem Zug unterwegs. Die Fahrt war zwar anstrengend, aber nicht langweilig, wir schauten aus dem Fenster und betrachteten die schöne Frühlingsnatur, lösten Rätsel und haben einfach miteinander geredet.

In St. Petersburg früh am Morgen angekommen, gingen wir ins Hotel, das nicht weit entfernt vom Bahnhof war, wo wir unsere Sachen abstellten, in unsere Zimmer konnten wir aber erst am Nachmittag einziehen. Die Zeit am Morgen nutzten wir aber aus. Wir machten einen kleinen Rundgang durch Sankt Petersburg, da es aber Sonntag und noch früh war, waren nicht besonders viele Leute und Autos auf den Straßen, wir sahen die ruhige Seite der kulturellen Hauptstadt Russlands. Als wir am Schlossplatz am Winterpalast waren begegneten wir einem Mann, der wie Peter I. angezogen war. Ich tanzte mit ihm Walzer und alle, die es sahen, lachten. Wir schauten auch noch ein paar andere Sehenswürdigkeiten an, wie z. B die Isaakskathedrale. Nachdem wir in einem gemütlichen Café gegessen haben, gingen wir ins Hotel und zogen erst mal ein. Die Zimmer waren nett ausgestattet und wir hatten Zeit uns zu erfrischen.

Am Nachmittag trafen wir uns mit einer ehemaligen Schülerin meiner Schule, die außerdem die Schwester von meinem Klassenkameraden ist. Sie studiert in Sankt Petersburg und kennt sich da aus, so machte sie mit uns eine schöne Führung durch die Stadt. Wir besuchten die Bluterlöser-Kirche, machten Fotos und sahen uns die Großstadt an. Der Abend näherte sich und wir waren müde, so gingen wir ins Hotel. Ich persönlich war so müde, dass ich dachte, dass ich nicht mehr aus dem Hotel rausgehe, aber während ich versuchte meine Zimmertür zu öffnen kamen aus dem Nachbarzimmer zwei Mädchen, die auch Teilnehmerinnen des Wettbewerbs waren. Wie ich später erfahren habe, waren es Katja und Sonja, zwei Mädchen aus Russland, die sehr kontaktfreudig und nett waren. Sie luden mich ein mit ihnen Abend zu essen und ein bisschen durch die Stadt zu laufen, auf einmal fühlte ich mich wieder fit und hatte Lust, etwas mit ihnen zu unternehmen. Wir gingen in ein nettes asiatisches Restaurant und aßen Sushi und obwohl wir uns überhaupt nicht kannten, hatten wir immer etwas zu erzählen und fanden immer wieder interessante Themen. Doch da es schon ziemlich spät war, liefen wir den schönen Nevski Prospekt entlang zu unserem Hotel, jedoch besuchten wir auf dem Heimweg die Kasaner Kathedrale. Zu Hause angekommen, lernten wir die in der Zeit aus Wolgograd angekommene Aljona kennen, die meine Mitbewohnerin war. Sie war sehr froh uns kennenzulernen und wir fanden sofort gemeinsame Interessen und Themen. So saßen wir zu viert in unserem Zimmer bis in die Nacht und sangen deutsche Lieder. Es kam uns vor, als ob wir uns schon eine Ewigkeit kennen und wir haben ohne Ende gelacht.

Am nächsten Tag, nach einem schönen Frühstück im Hotel gingen wir in die Schule Nr. 222, wo wir uns auf das Lesefuchsfinale am nächsten Tag vorbereiteten. Unser Training bestand aus einem Spiel, dessen Ziel es war, zu verschiedenen Themen eine Meinung zu zeigen, damit eine Diskussion entsteht. Unsere Spielfiguren waren Gläser voll mit Smarties, jeder hatte seine eigene Farbe und durfte ab und zu naschen. Das Spiel hat riesigen Spaß gemacht und diente auch als gute Vorbereitung. Danach gingen wir in eine evangelische Kirche, wo wir zu Mittag aßen. Es war ungewöhnlich im Keller einer Kirche zu essen, aber das Essen hat geschmeckt. Gleich danach hatten wir eine Stadtführung mit einer Führerin gemacht, die uns ein bisschen aus der Geschichte und Kultur erzählte. Wir waren an der Troizkaja Brücke und sahen von dort den großen Fluss Neva. Ich konnte mir gar nicht denken, dass er so breit ist! Eine herrliche Aussicht und natürlich konnten wir nicht wiederstehen und haben ganz viele Fotos gemacht. Dann sind wir über die Brücke zur Peter- und Paul-Festung gegangen. Die Festung hat zwar keinen großen Eindruck auf mich gemacht, aber ich fand es interessant über die Entstehungsgeschichte von Petersburg zu erfahren. Ins Hotel sind wir mit der U-Bahn gefahren. Am Abend hatten wir Freizeit, die wir auch ausgenutzt haben. Da wir uns mittlerweile im Stadtzentrum nicht schlecht orientierten, entschieden wir uns für eine kleine Fototour. Sonja, Aljona und ich liefen den Nevski Prospekt entlang und machten ganz viele schöne Fotos. Wir redeten miteinander den ganzen Abend Deutsch, was eine gute Übung für den Wettbewerb war, aber auch fanden wir es vor allem lustig, wie die russischen Leute auf uns „Ausländer“ reagierten. Wir waren auch im Wachsmuseum, wo man ganz viele bekannte Wachsfiguren sehen konnte. Das Wetter war wundervoll und es war so schön, dass wir gar nicht ins Hotel gehen wollten. Als es dunkel wurde, gingen zahlreiche Lichter an und die Stadt verwandelte sich in eine ganz andere Welt. Überall waren schön gekleidete Menschen, die feiern wollten oder einfach einen Spaziergang machten. Im Hotel angekommen gingen wir sofort schlafen, weil wir kaum noch auf den Füßen stehen konnten.

Der nächste Tag begann mit einem leckeren Frühstück im Hotel und wir machten uns gleich auf den Weg zum Wettbewerb. Alle waren aufgeregt, aber die Konkurrenz war nicht zu spüren, weil die Atmosphäre so freundlich war. Auf dem Weg machten wir wie immer auch Fotos und lachten viel. Als der Wettbewerb anfing kam aber die Aufregung. Auf einmal waren alle Blicke nur auf uns gerichtet und man fühlte sich wie ein Star, mit Mikrophon und Kameras. Vor allem stieg die Aufregung, wenn die Thesen vorgelesen wurden, es war sehr spannend zu erfahren, was sich die Jury für Thesen ausgedacht hatte. Ich weiß nicht mehr, was da genau für Aussagen waren, aber jeder hat sich ins Zeug gelegt, um die Jury zu beindrucken. Die Zeit ging sehr schnell vorbei und schon war es Zeit den Sieger zu nennen. Ehrlich gesagt, habe ich gar nicht mit dem Sieg gerechnet und war sehr überrascht als plötzlich mein Name genannt wurde, aber ich freute mich umso mehr. Nachdem wir unsere Geschenke bekommen hatten, gratulierten wir uns gegenseitig. Es war schön, liebe Worte zu hören. Wir gingen zu Mittag und da wurde es schon Zeit Abschied zu nehmen. Wir haben uns mit den Mädchen so angefreundet, dass es sogar ein paar Tränen beim Abschied gab. Eine herrliche und unvergessliche Zeit!

Auf den Heimweg im Zug lernten Natalja Wladimirowna und ich eine Frau kennen, die uns den ganzen Weg Geschichten aus ihren Leben erzählte. Manchmal waren sie wirklich interessant, denn sie reist viel und hatte viele ungewöhnliche Situationen durchlebt. Die Reise nach Sankt Petersburg und das Lesefuchsfinale wird immer eine besondere Seite in meinem Leben sein, denn es war eine kurze, aber sehr interessante und ereignisvolle Zeit mit vielen neuen Leuten.


Viktoryia Hauryloava, Kl. 11 a
 

Viktoryia erhält das Geschenk (einen E-Book-Raeder) für den 1. Platz
aus den Händen von Herrn Fennfrohn (Fachberater in Sankt Ptersburg Die Teilnehmer des Finales)

 

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