Mittelschule Nr. 7, Brest, Republik Belarus Wählen Sie die Sprache Russisch

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Internationales Jugendprojekt Kreisau 2013

In der Vergangenheit gab es sehr vieles, wofür wir uns heute schämen müssen. Und das tun wir. Aber das wichtigste ist, dass es in der Gegenwart sehr vieles gibt, worauf wir stolz sein können.
Hier in Kreisau vergisst man, dass in der Welt überhaupt die Grenzen existieren, die die Menschen trennen können. Hier entsteht die einzigartige Welt, wo alle eins sind. In dieser Welt gibt es keine Kriege und Ärger, keine Feinde und Opfer. Hier fühlt man sich zu einer großen internationalen Familie angehörig. Und dieses Gefühl hat mich zu einem Gedicht inspiriert:

Die Dinge sind nicht immer so, wie sie aussehen,
Sogar die Berge sind nur auf der Spitze weiß.
Wir sind hierhergekommen, um zu verstehen,
Was eigentlich das Wort „Verständnis“ heißt.

Wir sind hierhergekommen, um zu sehen,
Wie fremde Seelen werden nie mehr fremd,
Wie Spaniern und Tschechen in der Nacht
zusammen durchdrehen,
Wie Polen „Ola!“ antworten, wenn Deutschen
sag’n „Privet!“.

So oberflächlich scheinen manche Sachen,
Bevor man näher kommt, versteht man nicht –
Wir alle sprechen nur noch eine Sprache,
Obwohl die Stimmen unterscheiden sich.
 

Daria Dshidshoewa

Ich habe an vielen Projekten teilgenommen, aber dieses Projekt ist etwas anderes. Hier haben wir mehr Möglichkeiten, Kontakt mit Jugendlichen aus anderen Ländern zu haben. Auch gefiel es mir, dass wir viele Ausflügen haben, die mit den Themen von Vorträgen verbunden sind. Auch ist es gut, dass Gruppen so geteilt sind, dass in einer Gruppe Jugendliche aus verschiedenen Ländern sind. Am meistens haben für mich Gruppenarbeiten in Wroclaw und Theaterworkshop Spaß gemacht. Auch die Möglichkeit Jugend von anderen Ländern besser zu verstehen, hat mir gefallen. Ich habe viel Neues über Deutschland und Spanien erfahren. Den größten Teil von Information habe ich bei Länderabenden bekommen. Ich denke, diese Abende werden das Erste sein, was mir in Erinnerung in 10-15 Jahren bleibt. Auch habe ich viel Neues über den Kreisauer Kreis und Auschwitz erfahren.

Alfred Semjanuk

Ich nahm an der Internationalen Jugendbegegnung zum ersten Mal teil. Dann hatte ich gemischte Gefühle, weil ich nicht wusste, was mich erwartet. Aber meine Bedenken war unbegründet. Ich fand hier ein interessantes Programm. Auch zuerst schien es zu schwer und überfüllt zu sein. Ich dachte, dass die ganze Zeit etwas veranstaltet wird. Aber dann begriff ich, dass es rationell war und neben verschiedenen Veranstaltungen genug Freizeit hatte.
Am Anfang fiel es mir nach den Sommerferien besonders schwer andere zu verstehen. Dann ging es leichter. Ich hatte viel Spaß, als ich auf Deutsch fragte, antwortete und verstand ganz gut meine Gesprächspartner.
Ich fand hier ein spannendes Programm. In gemischten Gruppen nahmen wir am Theaterworkshop teil, hörten aufschlussreiche Vorträge. Wir hatten interessante Ausflüge, besondere Eindrücke hatte ich nach dem Ausflug nach Wroclaw und Auschwitz.
Der Kreisauer Kreis ist ein Teil der Geschichte. Und für mich persönlich ist Kreisau ein Teil des Lebens, neue interessante Erkenntnisse, neue Erfahrungen, viele Bekanntschaften und besonders Übung für mein Deutsch.
Nach 10 Jahren, glaube ich, werde ich ganz andere Gedanken haben, viele neue Erinnerungen. Aber Kreisau wird für mich etwas Helles bleiben, etwas, das verschiedene positive Momente hatte.
Unser Treffen schenkte mir viele unvergessliche Eindrücke und ich werde mit herzlichen Erinnerungen nach Belarus zurückkehren.
Valeria Spakowskaja

Als ich noch in Brest war, haben meine Mitschüler mich gefragt: «Wohin fährst du?» Und wenn ich antwortete, hat niemand gewusst, was Kreisau ist. Und jetzt kann ich ganz genau sagen, dass es ein wunderschöner Ort ist. Aber am besten hat mir der Ausflug nach Auschwitz gefallen. Das war mein kleiner Traum diesen Ort zu besuchen. Psychologisch ist das ein schwerer Ausflug. Und sogar jetzt kann ich mir nicht vorstellen, dass man so leicht 1,5Mio. Menschen vernichten kann. Besonders hat auf mich großen Eindruck ein Block gemacht, wo Haare, Brille, Prothese, Zahnbürsten aufgestellt sind. Sogar jetzt kann ich nicht glauben, dass ich alles mit meinen Augen gesehen habe! Es ist unglaublich vorzustellen, dass in einer Baracke fast 800 Menschen waren. Für mich ist es schwer mit Worten zu sagen, was ich dort gefühlt habe, aber das war kein angenehmes Gefühl. Und ich habe fest verstanden, dass man immer Mensch bleiben muss.
Ganz andere, helle Eindrücke hat auf mich der Ausflug nach Wroclaw gemacht. Besonders als wir Straßen-Interviews zu verschiedenen Themen gemacht haben. Sehr lustig fand ich mit Leuten auf Polnisch, Deutsch und Englisch zu sprechen. Es war auch sehr spannend, als wir den Apfel gegen Spielkarten getauscht haben. Ich war ein bisschen betrübt, dass die Polen nicht wissen, wo sich Kreisau befindet und wer Helmut James von Moltke ist. Im Wroclaw hat mir das Panorama Razlawicka gefallen. So groß und so schön! Wie im gegenwärtigen Leben! Und jetzt weiß ich genau, welche Schlacht Tadeusz Kostjuschko gewonnen hat. Gerade an diese Momente werde ich mich in 10 Jahren erinnern.

Anna Lukjanjuk

In der Zeit, die ich in Kreisau verbracht habe, habe ich viele wunderschöne Ereignisse in Brest verpasst. Drei meiner Freunde hatten ihre Geburtstage gefeiert, das Konzert meiner Lieblingsgruppe hat stattgefunden…Aber das spielt schon gar keine Rolle und es tut mir nicht Leid mehr, dass ich keine Möglichkeit hatte, alle Pläne zu verwirklichen, weil die Zeit in Kreisau total wunderbar war. Ich kann mir jetzt keine andere Zeit, die solche tiefen bunten Eindrücke hinterlässt, vorstellen.
Ich habe 7 Tagen in einem der schönsten Orte verbracht: frische Luft der stillen polnischen Provinz, malerische Landschaften und reiner Himmel, voll von Sternen in der Nacht.
Ich habe viel Neues erfahren: über Familie von Moltke, über Grausamkeiten der KZ Auschwitz-Birkenau, über Europäische Menschenrechtskonvention, über andere Länder und deren Vorurteile, über die Schlacht von Raclawice, einen Teil von Kostjuschko-Aufstand, über die Architektur von Breslau… Es tat mir gut, weil ich in meinem Leben immer etwas Neues erleben will. Das hilft die Person zu entwickeln.
Und natürlich habe ich viele neue interessante Menschen kennengelernt, die ganz unterschiedlich sind, aus verschiedenen Ländern kommen, unterschiedliche Kultur, Mentalität und Charaktereigenschaften haben. Es ist eine unschätzbare Erfahrung und ein riesengroßes Plus für die Kommunikationsfähigkeit, weil man Kontakte über Grenzen mit allen hier in solcher Freundschaftsatmosphäre findet und klar wird: man muss Angst vor der Kommunikation mit jemandem auf keinen Fall haben, ob es ein Passant in deiner Heimatstadt oder Einwohner des Dorfes in einem anderen Land ist, wo du Halt während der Reise machst. Dabei helfen auch verschiedene Aufgaben, die wir in Breslau bekommen haben.
Also, ich bin mit dieser Fahrt sehr zufrieden. Es war wirklich eine schöne, unvergessliche Zeit. Alle meine Probleme gehen jetzt Weg, das Projekt hat mir so einen starken Stoß für neue Informationen und Gefühle gegeben, dass ich neue Energie habe, in der Schule Erfolge zu haben und alle Angelegenheiten zu nutzen. Ich bin voll von Seelenfrieden und Zufriedenheit. Ich bin glücklich. Danke schön, Kreisau-Fahrt 2013.

Tatjana Yankovitsch
 

6 Begleitpersonen aus 5 Ländern

6 Begleitpersonen aus 5 Ländern

Kronberg Jugendbegegnung
 

Natallia Petrotschuk, Deutschlehrerin

 

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