Mittelschule Nr. 7, Brest, Republik Belarus Wählen Sie die Sprache Russisch

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5. dewobre

5. Woche der deutschen Sprache und Kultur in Brest . Teil 1

Ein Rückblick
06. – 16. Oktober 2011

Partner und Sponsoren der „5. Woche der deutschen Sprache und Kultur“  in Brest.

Besonderen Dank sagen wir:
Herrn Volker Jansen, Pensionär, Freundeskreis Brest e. V. Ravensburg
Frau Dietgard Neher, Pensionärin, Freundeskreis Brest e. V. Ravensburg
Frau Heike Sabel, Journalistin „Sächsische Zeitung“, Lokalredaktion Pirna
Frau Anna Rimmar, Referentin, Goethe-Institut Minsk
Herrn Prof. Michail Strelez, Technische Universität Brest
Frau Juliane Tröger, Lektorin der Robert Bosch Stiftung, Belarussische Staatliche Universität Minsk
Frau Swetlana Spannagel, Vertreterin der Brester Öffentlichkeit
Herrn Michael Klees, Leiter des DAAD-IC Minsk
Herrn Ales Rasanau, Schriftsteller und Philosoph, Minsk

Organisatoren:

Galina Burina, stellvertretende Direktorin der Gebietsbibliothek „Maxim Gorki“
Karin Kraus, Zentralstelle für das Auslandsschulwesen, Deutschlehrerin an der Mittelschule Nr. 7 Brest
Almuth Kaplunova, DAAD-Sprachassistentin, Brester Staatliche Puschkin-Universität
Johanna Zahn, Lektorin Rober Bosch Stiftung, Brester Staatliche Technische Universität
Adriana Brzoskowski, Kulturweit-Freiwillige, Mittelschule Nr. 7
 

Programm der „5. Woche der deutschen Sprache und Kultur“ in Brest vom 6. bis 16. Oktober 2011

Donnerstag, 06.10.2011                   Eröffnung der „5. Dewobre“

Sprichwörter und Redewendungen Heike Sabel
Eröffnung der Dewobre und der Fotoausstellung „Ungewöhnliches Brest“  
„Deutsche und Deutsch“ Lesung aus journalistischen Arbeiten Heike Sabel

Samstag, 08.10.2011

 
Rezitatorenwettbewerb in deutscher Sprache für Schüler, Studenten und Freiwillige  
Filmeinführung zu Pünktchen und Anton Almuth Kaplunova
Film für Schüler der 7./8. Klassen „Pünktchen und Anton“ Deutschland, 1999, 109 min.  
Vortrag: „70 Jahre Tragödie der Deutschen in Russland“ Swetlana Spannagel

Sonntag, 09.10.2011

 
Sonntagsfilm „Die Blindgänger“, Deutschland, 2004, 88 min.  
Kochen wie in Oberschwaben Dietgard Neher

Montag, 10.10.2011

 
„Singen macht Freude, Singen macht Laune“ Volker Jansen
Workshop „Dialekte in Deutschland“ Johanna Zahn
Vortrag: „Soziale Unterschiede zwischen alten und neuen Bundesländern“ Volker Jansen

Dienstag, 11.10.2011

 
„Singen macht Freude, Singen macht Laune“ Volker Jansen
Eröffnung der Ausstellung „Kleist auf Reisen“  
Seminar zur Ausstellung und zu Kleist Almuth Kaplunova
Kochen wie in Oberschwaben Begrenzte Teilnehmerzahl! Dietgard Neher

Mittwoch, 12.10.2011

 
„Singen macht Freude, Singen macht Laune“ Volker Jansen
Workshop „Berlin mit meinen Augen“ Juliane Tröger
Vortrag: „Die Beziehungen der BRD zum Holocaust“ Prof. Michail Strelez

13. – 16. Oktober 2011

 
4. Landeskundliches Wochenende „Deutschland entdecken“ DAAD,
Individuelle Veranstaltungen für bestätigte Bewerber

Donnerstag, 13.10.2011

 
Infoveranstaltungen des DAAD Michael Klees
„Singen macht Freude, Singen macht Laune“ Volker Jansen
Kochen wie in Oberschwaben Dietgard Neher

Freitag, 14.10.2011

 
„Singen macht Freude, Singen macht Laune“ Volker Jansen
Seminar für Deutschlehrende Anna Rimmar (Goethe-Institut)
Infoveranstaltungen des DAAD Michael Klees

Samstag, 15.10.2011

 
Autorenlesung in Belarussisch „Der Mond denkt, die Sonne sinnt“ Ales Rasanau

Sonntag, 16.10.2011

 
Autorenlesung in Deutsch „Der Mond denkt, die Sonne sinnt“ Ales Rasanau
Veranstaltungsorte:
Gebietsbibliothek Boulevard Kosmonavtov 48
Brester staatliche Universität „A. S. Puschkin“, Lehrstuhl für Deutsch, ul. Mizkewitscha 28, Hintergebäude
Brester staatliche Universität „A. S. Puschkin“, Hauptgebäude, Boulevard Kosmonavtov 21
Brester staatliche Technische Universität, Hauptgebäude, ul. Moskowskaja 267
Schule Nr. 7     Gorkistr. 20

Eröffnung der „5. Woche der deutschen Sprache und Kultur“ am 06.10.2011

Eroeffnung der Ausstellung „Ungewoehnliches Brest“Dem Beginn der vielzähligen Veranstaltungen der „dewobre“ war die Präsentation der Fotoausstellung „Ungewöhnliches Brest“ gewidmet, die die Studenten der ökonomischen Fakultät der Brester Staatlichen Technischen Universität angefertigt haben.

 Die Woche wurde traditionell von Karin Kraus, Deutschlehrerin an der Schule Nr. 7, Vertreterin der ZfA (Zentralstelle für das Auslandsschulwesen) und der stellvertretenden Direktorin der Gebietsbibliothek „Maxim Gorki“, Galina Burina, eröffnet. Teilnehmer und Zuschauer der Ausstellung waren Studenten der BrSTU und Schüler der Schulen Nr. 7 und Nr. 20.

Nach den Eröffnungsworten der Organisatoren der „dewobre“ kamen die Autoren der Fotoausstellung zu Wort. Sie sprachen über die Entstehungsgeschichte der Ausstellungsidee, ihre Teilnehmer (25 Studenten) und die Realisierung dieses kreativen Projektes, das anfangs als Reiseführer durch Brest für deutsche und russische Gäste gedacht war und durch die finanzielle Unterstützung der Robert Bosch Stiftung und der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in der Republik Belarus realisiert wurde.
Manchmal wurden für die Arbeit am Projekt viele interessante Fotoaufnahmen gemacht, auf denen Brest in absolut unerwarteten Ansichten abgebildet ist.

Ein Profi-Fotograf und eine Designerin halfen den Studenten, ihre kreativen Ideen zu verwirklichen. Die besten Arbeiten wurden in der Ausstellung zusammengefasst. Die Fotos stellen die Themen Geschichte von Brest, moderne beliebte Straßen, kulturelles Leben, religiöse Heimat, Natur dar; jedem Foto gaben die Autoren einen kurzen poetischen Titel in Deutsch und Russisch. Alle Besucher hatten nicht nur die Möglichkeit die Ausstellungsexponate zu betrachten, sondern auch den Fotoautoren Fragen zu stellen. Den Autoren hat man den Rat, ihre Fähigkeiten auch künftig weiterzuentwickeln, mit auf den Weg gegeben.

Tatjana Nalobina, Abteilungsleiterin Fremdsprachenliteratur, Gebietsbibliothek „Maxim Gorki“

Ausstellungseröffnung „Ungewöhnliches Brest“

Viktoria Draka eraeutert das ProjektIm Rahmen der 5. Woche der deutschen Sprache und Kultur in Brest fand am 6. Oktober in der Gebietsbibliothek die Eröffnung der Fotoausstellung „Ungewöhnliches Brest“ statt. Wir, Studierende der TU Brest, die an dem Projekt teilgenommen haben, haben ungeduldig auf diesen Moment gewartet.

Wir haben uns gefreut, dass viele Besucherinnen und Besucher endlich die Ergebnisse unserer Arbeit zu sehen bekommen. Einige Monate lang haben wir an dem zweisprachigen deutsch-russischen Brest-Reiseführer gearbeitet und unter anderem selbst Fotos geschossen und dazu kurze Texte geschrieben.

Die besten Fotos wurden für die Ausstellung ausgewählt. In der Eröffnungsveranstaltung haben wir über unser Projekt, unser Team und über die Ideen, die hinter den Fotos stehen, berichtet. Wir hoffen, es ist uns gelungen, die Ausstellungsgäste mit unserer Brestbegeisterung anzustecken. Diese haben nicht nur interessiert zugehört, sondern auch viele Fragen gestellt.

Unsere Freude war nur dadurch getrübt, dass die Projektleiterin Dorit Happ, Ex-Lektorin der Robert Bosch Stiftung an der TU Brest, nicht dabei sein konnte. Aber wir sind sicher, dass sie ganz stolz auf uns wäre.

Viktoria Draka, 2. Studienjahr, Technische Universität

Fotoausstellung „Ungewöhnliches Brest“

Die Projektleiter Dorit Happ, Alexandra Kurilowitsch, Natalja Kuchlitsch mit ihren Studenten

Sprichwörter und Redewendungen mit Heike Sabel

Heike SabelIch hatte in der Schule eine interessante Deutschstunde. Die Stunde unterrichtete eine Journalistin aus Deutschland. Zuerst lasen wir einen Text auf Deutsch. Im Text gab es viele Sprichwörter. Wir übersetzten Sprichwörter aus dem Deutschen ins Russische, schrieben sie in unserem Heft auf und suchten russische Äquivalente. Dann spielten wir Theater.

Ein Schüler kam an die Tafel und stellte ein Sprichwort pantomimisch dar. Ich stellte das Sprichwort „Mit offenen Augen träumen“ dar. Der Unterricht hat mir sehr gut gefallen.

Viktoria Fedjukowa, Kl. 8 w, Schule Nr. 7

Am Donnerstag nahmen wir an einem interessanten Seminar teil. Dieses Seminar machte eine deutsche Journalistin. Sie erzählte über deutsche Sprichwörter. Wir erfuhren, dass die deutschen Sprichwörter sich von den russischen unterscheiden, z. B. sagen wir auf Russisch: „ Der Morgen ist klüger als der Abend“. Aber in der deutschen Sprache ist dieses Sprichwort anders. Am Ende unserer Stunde spielten wir ein bisschen. Jeder musste ohne Worte ein Sprichwort zeigen. Dieses Spiel hat uns sehr gefallen.

Xenja Demenjuk, Kl. 10 a, Schule Nr. 7

Am Donnerstag, den 6. Oktober 2011, kam eine deutsche Journalistin aus Dresden zu unserem DSD-Unterricht nach Brest. Sie nahm an der Woche der deutschen Sprache und Kultur in Brest teil und besuchte auch unsere Schule sowie unseren Unterricht. Diese Journalistin heißt Heike Sabel und wohnt nicht weit entfernt von Dresden. Frau Sabel sahen wir nicht zum ersten Mal: Im vorigen Jahr war sie auch schon in unserem Deutschunterricht.
In dieser DSD-Stunde haben wir Redewendungen und deutsche Sprichwörter gelernt, z. B. „des Pudels Kern“, „Löcher in den Bauch fragen“ und „vor Freude an die Decke springen“. Natürlich gibt es in unserer Sprache auch viele Sprichwörter, aber in Deutschland sind sie anders als in Belarus und Russland. Wir lernten nicht nur Sprichwörter, sondern spielten auch. Das gefiel meinen Freundinnen, Mitschülern und mir. Dieser Unterricht gefiel mir und hat Spaß gemacht. Ende gut, alles gut!

Viktoria Iljaschewitsch, Kl. 10 a, Schule Nr. 7

Wir haben am Seminar „Redewendungen und Sprichwörter" teilgenommen, das am 6. Oktober 2011 in der Schule Nr. 7 stattgefunden hat. Dieses Seminar hat mir sehr gefallen, denn ich habe viel Neues erfahren. Ebenfalls kommunizierten wir mit Frau Sabel in der deutschen Sprache. Wir haben große Erfahrung gesammelt. Sie bereitete uns interessante Aufgaben vor. Ich meine, dass das Seminar mit Erfolg verlaufen ist. Und ich hoffe, dass die Woche der deutschen Sprache in Brest weiter durchgeführt werden wird.

Andrei Prokoluschtschenko, Gruppe 204, Puschkin-Universität
 

Pantomimische Darstellung der SprichwoerterTexte, die im Seminar entstanden sind:
Um sich nicht in die Schule zu verspäten, muss ich sehr früh aufstehen. Deshalb gehe ich am Abend mit den Hühnern ins Bett. Aber am Morgen stehe ich trotzdem zu spät auf und gehe Hals über Kopf in die Schule.

Im Unterricht bin ich sehr müde und träume mit offenen Augen. Drum habe ich oft eine lange Leitung, wenn der Lehrer etwas fragt. Da ich im Unterricht sowieso nicht alles verstehe, frage ich meine Mitschüler Löcher in den Bauch.

Lada Jewtuschenko, Kl. 10 b, Schule Nr. 7

Einmal lebte ein Mann in einer kleinen Stadt mit seinen Eltern. Er steht um 6 Uhr auf, weil Morgenstunde Gold im Munde hat. Seine Mutter sagt immer: „Wenn du in die große Stadt fahren willst, darfst du den Kopf nicht in den Sand stecken. „Der Mann aber denkt, dass der Abend klüger ist als der Morgen. Und er fährt in die große Stadt. Der Weg ist das Ziel. Er bleibt dort leben. Ende gut, alles gut!

Xenia Demidjuk, Kl. 10 a, Schule Nr. 7

Heute stehe ich auf dem Schlauch. Ich bin arm wie eine Kirchenmaus, möchte aber ins Kino gehen und habe kein Geld. Deshalb muss ich arbeiten wie ein Pferd: Ich muss die Wohnung sauber machen und dann gibt mir meine Mutti Geld fürs Kino. Ich dachte, ich kann ihr schöne Augen machen und meine Mutti gibt mir das Geld so. Aber sie sagt, dass ich sauber machen soll.

Veronika Jarmoschik, Kl. 10 a, Schule Nr. 7

Lesung aus journalistischen Arbeiten von Heike Sabel zum Thema „Deutsche und Deutsch“

Die deutsche Journalistin der „Sächsischen Zeitung”, Heike Sabel, die den Verein „Zusammen in die Zukunft” geschaffen hat, dessen Aufgabe es ist, den von der Tschernobyl-Katastrophe betroffenen Gebieten zu helfen, hat den Zuhörern ihre journalistischen Arbeiten zum Thema „Deutsche und Deutsch” vorgetragen.

Frau Sabel hat über Schicksale von einigen Deutschen erzählt. Am meisten hat sich in mein Gedächtnis die Geschichte des deutschen Chors eingeprägt, der am 13. August 1961 nach Ungarn zu einem Konzert gekommen war. An diesem Tag begann man die Berliner Mauer zu bauen, die Deutschland im Laufe von 28 Jahren getrennt hat. Die Angst, das Unverständnis, die Verzweiflung – das sind die Gefühle, die das deutsche Volk in dem Moment gepackt haben.

Zum Schluss hat Frau Sabel einige Artikel, die Belarus gewidmet sind, gelesen. Es ist immer interessant, wie die anderen dein Land wahrnehmen: was fällt ihnen in die Augen, was halten sie für amüsant. „Belarus ist das Land in der Mitte Europas, dessen Leute mit einem Bein in der Vergangenheit, mit dem anderen in der Zukunft leben. Belarus ist das Land, das man entweder lieben oder hassen kann, aber gleichgültig lässt dieses Land niemanden.“

Diese Worte sind in die Seele jedes Zuhörers eingedrungen und sie haben die Seele mit Freude und Hoffnung darüber gefüllt, dass sich die belarussisch-deutschen Beziehungen auch weiter produktiv entwickeln werden.

Julia Gidlewskaja, Mitarbeiterin der Gebietsbibliothek „Maxim Gorki“

Die Lesung bereitet FreudeEin Dank an Frau Sabel

Vortrag „Soziale Unterschiede zwischen alten und neuen Bundesländern“ von Volker Jansen, Freundeskreis Brest e. V., Ravensburg

Volker JansenVolker Jansen hielt einen Vortrag über soziale Unterschiede zwischen alten und neuen Bundesländern. Herr Jansen hat den Versuch gemacht, die Lebensbedingungen im Westen und Osten Deutschlands zu vergleichen.

Alle wissen gut, dass Deutschland lange Zeit geteilt war, und dass das einen Abdruck sowohl auf das wirtschaftliche als auch auf das soziale Leben hinterlassen hat. Die Anwesenden hatten die Möglichkeit zu erfahren, wie sich die Rente, der Lohn und das Arbeitslosengeld in den alten und neuen Bundesländern unterscheiden und wovon das abhängt.

Der Vortrag war voll von Zahlen, deswegen machte eine Präsentation in Power Point, die ihn begleitete, die angegebene Information zugänglich.

Julia Gidlewskaja, Mitarbeiterin der Gebietsbibliothek „Maxim Gorki“

Rezitatorenwettbewerb für Schüler, Studenten und Freiwillige am 08.10.2011

Der Samstagvormittag war ganz der deutschen Lyrik bzw. ihres Rezitierens gewidmet. Kleine und große Vortragskünstler aus Brester Schulen und Universitäten traten gegeneinander an und kämpften um den 1. Platz. Eine Jury bewertete u. a. das fehlerfreie und lückenlose Vortragen sowie die kreative Umsetzung des gewählten Gedichtes.

Gekürt wurden jeweils die ersten drei Plätze in unterschiedlichen Altersklassen – diese reichten von der 3. Klasse bis hin zum 3. Studienjahr der Universität. Die Gedichte wurden teilweise mit theatralischen Darbietungen oder musikalischer und visueller Begleitung untermalt und hinterließen dadurch einen noch tieferen Eindruck bei Eltern, Großeltern, Freunden und Lehrern, die in die Aula der Schule Nr. 7 gekommen waren, um ihre Sprösslinge und Schüler zu unterstützen.

Großer Beliebtheit erfreuten sich die Zeilen „Komm lieber Mai und mache“ und ließen bei den Zuschauern erste Frühlingsgefühle wach werden. Als Sieger gingen diejenigen hervor, die jeweils in origineller und professioneller Art und Weise ihr Gedicht vorzutragen gewusst hatten. Außerdem waren die Zuschauer dazu aufgerufen, ihren Liebling zu küren.

Alle Teilnehmer bekamen am Ende eine Urkunde sowie kleine Präsente überreicht. Dieser Wettbewerb hat gezeigt, dass Brest einiges an Talenten der Vortragskunst sowie an Liebhabern der deutschen Sprache zu bieten hat.

Almuth Kaplunova, DAAD-Sprachassistentin, Puschkin-Universität

Jury: Adriana Brzoskowski, Almuth Kaplunova,  Johanna Zahn, Julia GidlewskajaSieger im Rezitatorenwettbewerb:

Kl. 3 - 5
Philip Budjuk, Schule Nr. 7


Kl. 6/7
Anastasia Sachowaja
Irina Iljina, beide Schule Nr. 7

Kl. 8/9
Jekaterina Kipen, Schule Nr.
 

Überreichung der  Sieger- und Teilnehmerurkunden

„70 Jahre Tragödie der Russlanddeutschen“ von Swetlana Spannagel

Literaturausstellung zum Thema des VortragesDieser Vortrag ist die Fortsetzung ihres Vortrages „Die Geschichte der Deutschen in Russland“ aus der vergangenen „4. Woche der deutschen Sprache und Kultur“. Swetlana begann mit der Erzählung des für viele Gäste unbekannten 28. August 1941, als der Befehl Stalins zur Deportation der Deutschen – Einwohner der UdSSR – herauskam.

Sie berührte die schwersten und schrecklichsten Seiten des Lebens der sowjetischen Deutschen in den Jahren des Großen Vaterländischen Krieges, ihre Heimsuchungen und tragischen Schicksale, in diesem Zusammenhang auch das Schicksal der Familie Spannagel. Viele Anwesende hörten das erste Mal die Namen der Deutschen, die heldenhaft für ihre sowjetische Heimat gegen die Feinde kämpften und danach Opfer der stalinistischen Lager wurden; erstmalig erfuhr man von der Zahl der Toten während der Deportation der Personen deutscher Nationalität.

 Im letzten Teil ihres Vortrages zeigte Swetlana Michailowna auf der Leinwand Fotos und erzählte von jungen Leute, die gemeinsam mit ihren Eltern nach Deutschland ausreisten, um dort ihren ständigen Wohnsitz zu bekommen und heute haben sie große Erfolge auf den verschiedensten Gebieten des Sports, der Wissenschaft, der Kultur, der Literatur und der Musik. Einige ausgezeichnete junge Leute wurden Preisträger internationaler wissenschaftlicher Prämien, unter anderem auch Nobelpreisträger auf dem Gebiet der Physik.

Im Verlauf des Vortrages erklangen einige Male poetische Zeilen von Robert Leinonen, eines guten Freundes von Swetlana Michailowna und russischen Deutschen mütterlicherseits und Finnen väterlicherseits. Er ist ehemaliger Sowjetbürger, überlebte in seiner Heimatstadt Leningrad die Blockade und im August 1942 wurde er in den Altaikreis ausgewiesen, arbeitete im Arbeitsbataillon, danach in Tscheljabinsk. 1982 kehrte er nach Leningrad zurück, von dort emigrierte er 1991 nach Deutschland, jetzt lebt er in Lauscha (Thüringen), schreibt Gedichte und malt Bilder. 2011 beging er den 90. Geburtstag.

Er und seine Frau Irina Leinonen schenkten den Lesern der Gebietsbibliothek „Maxim Gorki“ das Buch „Dir abe ich diese Zeilen geschrieben. Ausgewählte Lyrik“ in russischer Sprache, das Swetlana Michailowna am Ende der Veranstaltung an die stellvertretende Direktorin, Galina Burina, übergab.

Tatjana Nalobina, Abteilungsleiterin Fremdsprachenliteratur, Gebietsbibliothek „Maxim Gorki"

Swetlana Spannagel unterstützt ihren Vortrag durch eine Power Point Präsentation

 

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