Mittelschule Nr. 7, Brest, Republik Belarus Wählen Sie die Sprache Russisch

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Leo Thoma: Lehrerseminar und Lesung (01. Dezember 2011)

Der erste Dezember setzt dem langen Warten ein Ende: Traditionell entpuppt sich hinter dem ersten Türchen des Adventskalenders, der uns in der Vorweihnachtszeit begleitet, eine kleine sehnsüchtig erwartete Überraschung.

Vielen Deutschlehrerinnen der Stadt Brest präsentierte sich am diesjährigen ersten Dezember beim Öffnen der Mediathekstür in der Schule Nr.7 eine Überraschung besonderer Art: die Lesung des Kurzgeschichtenautors Leo Thoma.

Der gebürtige Augsburger machte auf seiner Lesungsreise durch Belarus auch an unserer Schule Halt, wo sowohl interessierte Lehrer als auch Schüler die Möglichkeit hatten, in Workshops und Lesungsstunden Einblicke in seine Veröffentlichungen zu erhalten.

Leo Thoma lebt und arbeitet bereits seit fünfzehn Jahren in Barcelona als Dozent, Deutschlehrer und Autor. Die beiden Sammelbände „Der Hundetraum“ und „Die Blaumacherin“, die wir im Rahmen der Lesung kennenlernen durften, sind auf junge Deutschlerner zugeschnitten und erweitern anhand unterhaltsamer und lebensnaher Kurzgeschichten das klassische Themenspektrum der Lernenden.

Den Auftakt machte ein zweistündiges Lehrerseminar. Leo Thoma gelang es, die Lehrerinnen zurück in ihre Schulzeit zu versetzen. Als Lehrer präsentierte er die Titelgeschichte des Sammelbands „Der Hundetraum“ und bewies auf praxisorientierte Weise, wie Texte im Unterricht als Basis kreativer und integrativer Arbeit dienen können. Fantasieanregende Aufgaben sorgten für großen Spaß unter den Teilnehmer.
 
Kreative Arbeitspahse der Brester Deutschlehrer Leo Thoma erläutert die kreative Aufgabe
Kreative Arbeitspahse der Brester Deutschlehrer Leo Thoma erläutert die kreative Aufgabe
 
Beratungsgespräch viele gute Ideen werden entwickelt
Beratungsgespräch viele gute Ideen werden entwickelt
 
Jeder will einen guten Beitrag schreiben  
Jeder will einen guten Beitrag schreiben  
 
Spannung und konzentriertes Zuhören setzten sich im anschließenden Programmpunkt, einer Schülerlesung für die Siebt- und Achtklässler unserer Schule, fort.

In Schüleraugen hat das Geschichtenvorlesen oft die Wirkung einer Schlaftablette. In Leo Thomas Vorlesung hieß es allerdings „Einschlaffaktor ade!“. Der Autor las seine Geschichten nicht vor - nein, er spielte und lebte sie!

Mit eigenen Ideen, veranschaulichenden Requisiten und der theatralischen Begabung des Autors begannen die rund fünfzig anwesenden Schüler gemeinsam mit Leo Thoma den Handlungsstrang der Kurzgeschichte mit eigenen Ideen weiterzuspinnen und steigerten die Spannung auf den tatsächlichen Ausgang der Erzählung.

Für die Mittelstufenschüler war es eine Deutschstunde ganz besonderer Art, in der sie ihre Deutschkenntnisse unter Beweis stellen und das präsente Thema des Medieneinflusses im Familienalltag auf unterhaltsame und verständliche Weise vertiefen konnten.
 
Schüler der 7./8. Klassen bei der Lesung

Schüler der 7./8. Klassen bei der Lesung

   
Leo Thoma in unserer SchuleMimik und Gestik halfen beim Verstehen des VorgelesenenMimik und Gestik halfen beim Verstehen des Vorgelesenen
Leo Thoma in unserer Schule

Mimik und Gestik halfen beim Verstehen des Vorgelesenen

 
Aber was wäre ein Besuch in der Stadt Brest ohne die Besichtigung der Brester Heldenfestung? Eine Führung durch die beeindruckenden Festungsanlage geleitet von der Deutschlehrerin Elena Malizkaja, die neben interessanten architektonischen und historischen Fakten sehr viele sinnverwandte Anekdoten erzählte, brachte unserem Gast, dem Mitarbeiter des Goethe-Instituts in Minsk Igor Kuksin, der Leo Thoma während seine Aufenthaltes in Belarus begleitete und mir den Stolz der Stadt Brest ein großes Stück näher.
 
Während des Besuches der Brester Festung Während des Besuches der Brester Festung
Während des Besuches der Brester Festung
 
Den Versammlungsraum der Gebietsbibliothek der Stadt Brest habe ich bereits im Rahmen verschiedener Veranstaltungen, Lesungen und Vorträge gesehen. So voll, wie er an jenem ersten Dezember vorzufinden war, war er allerdings nicht nur mir fremd. Auch für die langjährigen Mitarbeiter der Bibliothek und für den Ehrengast selbst, der in der Regel Lesungen für maximal fünfzig Personen hält, stellte diese Situation eine Besonderheit dar.
Nachdem auch die letzten Schüler noch einen Platz auf den Fensterbänken ergattern konnten, ließen sie sich von der unterhaltsamen Erzählweise, begleitet von einem gekonnten Zusammenspiel von Mimik und Gestik, mitreißen und gestalteten den Geschichtsverlauf kreativ mit.

Die Motivation und Begeisterungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler versetzte Leo Thoma in großes Erstaunen. Er habe noch nie vor solch` einer großen Schülergruppe, die so aufmerksam und aktiv dabei war, gelesen.

Unzählige Autogramme und Schnappschüsse später brachen Leo Thoma und Igor Kuksin nach Minsk auf, wo die Lesungsreise in der Kinderbibliothek und in weiteren Schulen fortgesetzt wurde.

Wir möchten uns vielmals bei Leo Thoma und dem Goethe-Institut für diese Veranstaltung bedanken und wer weiß, vielleicht verbirgt sich auch im nächsten Jahr am ersten Dezember eine solch sympathische und lehrreiche Begegnung hinter der Mediathekstür der Schule Nr. 7 in Brest!
 

Die bis auf den letzten Platz besetzte Aula der GebietsbibliothekDie bis auf den letzten Platz besetzte Aula der Gebietsbibliothek

Die bis auf den letzten Platz besetzte Aula der Gebietsbibliothek

 

Galina Burina überreicht Leo Thoma ein Geschenk (ein Buch über Brest und die Brester Festung)

Galina Burina überreicht Leo Thoma ein Geschenk (ein Buch über Brest und die Brester Festung)

 

Ein gemeinsamer Schnappschuss mit dem Autoren und Schülern der 8. Und 10. Klassen unserer SchuleEin gemeinsamer Schnappschuss mit dem Autoren und Schülern der 8. Und 10. Klassen unserer Schule

Ein gemeinsamer Schnappschuss mit dem Autoren und Schülern der 8. Und 10. Klassen unserer Schule

 

Adriana Brzoskowski, „kulturweit“- Freiwillige

 

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