Mittelschule Nr. 7, Brest, Republik Belarus Wählen Sie die Sprache Russisch

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Meine Eindrücke über die Eduard-Mörike-Schule (EMS)

Swetlana Kommissartschuk Vom 8. November bis 28. November hospitierte ich vorwiegend an der Eduard-Mörike-Schule (EMS), die einen guten Eindruck auf mich machte. Das ist eine reine Grundschule, in der nur die Klassen von 1 bis 4 unterrichtet werden.

Die Schule zählt etwa 336 Schűler und Schűlerinnen, die von 24 Lehrern unterrichtet werden. Die Schule hat gut eingerichtete Klassenräume, eine gemütliche Bűcherei und eine helle geräumige Schulcafeteria. An der EMS gibt es eine von Schülern gestaltete Schűlerzeitung, die von einem Elternteam in Form gebracht und druckreif vorgelegt wird. Auch das jeweilige Thema wird vom elterlichen Redaktionsteam festgelegt. Ein fester Bestandteil der EMS’le ist die „Pinnwand”. Auf dieser Seite gibt die Schulleitung wichtige Termine bekannt und informiert über besondere Ereignisse an der Schule.

Ich habe gute Möglichkeiten verschiedene Unterrichtsstunden bei verschiedenen Lehrern zu besuchen.

Was mir besonders gefallen hat, dass das ganze Ausbildungssystem an der EMS an der Bildung und Entwicklung von Schűlerfertigkeiten ausgerichtet wird, die im täglichen Leben notwendig sind. Zum Beispiel im Unterricht „Mensch, Natur und Kultur” zum Thema „ Obst und Gemüse” haben die 4.Klässler verschiedene echte Obst-und Gemüsesorten mitgebracht und in der Stunde ausprobiert. Auf solche Weise konnten die Schűler die beste Erfahrung sammeln. Im Religionsunterricht zum Thema „Martinstag” lernten die 3.Klässler den Ursprung des Martinstags kennen, sie sangen das Martinslied, bastelten eine Martinsgans aus Papier.
Stuttgart
An der Schule gibt es jahrgangsgemischte Klassen in der Eingangsstufe. Zum Beispiel ich hospitierte im Matheunterricht, in dem 11 Erstklässler und 8 Zweitklässler zusammen waren. Bei solcher Unterrichtsform gibt es innerhalb der Klasse Patenschaften, die Zweitklässler können ihren Patenkindern helfen. Solche Unterrichtsform fördert die Selbstständigkeit und stärkt das Selbstvertrauen bei den Schülern.

Fűr die Schűler die Probleme mit Lesen und Schreiben haben, werden die Sprach-, Lese- und Rechtschreibförderstunden zugewiesen. Diese Stunden sind besonders wichtig für die Schűler mit Migrationshintergrund. Die Lehrer geben sich alle Műhe, um solchen Kindern zu helfen.

Sehr wichtige Bedeutung in der Schule haben verschiedene AGs, die die Schűler mit groβem Vergnügen besuchen. Das sind z.B. Chor, PC, Fuβball und andere. Viel Neues habe ich bei dem Besuch zweier AGs erfahren. Das war die Druck-AG, in der die Schűler unter der Einleitung einer Lehrerin verschiedene Texte setzen , Drucke machen und Spitztechnik ausprobieren. Alles gedruckte stellen sie aus.
Die ortodoxe Kirche in Darmstadt

Die Schwarzlichttheater-AG. Jeden Dienstag versammeln sich die Schűler verschiedener Klassen nachmittags, um Theaterstűcke zu spielen. In den Theaterstunden herrscht die Atmosphäre des Schaffens und der Kreativität. Die Schűler zeigen ihre Ergebnisse vor und besprechen dann im Sitzkreis Vor- und Nachteile der Vorführung, geben einander Tipps.
Man muss ein paar Worte über die Schulveranstaltungen sagen, die an der EMS von allen beliebt sind und auf gutem Niveau durchgeführt werden, darüber erzählt die EMS’le Schulchronik, die wie ein Bilderbuch von Rektorin mit Liebe gestaltet wird, in der ich während der Pausen geblättert habe.

Aber wie freute ich mich auf die Möglichkeit an einem Herbstbazar, der am 13.November stattfand, teilzunehmen. Die ganze Schule, Schűler, Lehrer, Eltern bereiteten den Bazar an vielen Tagen vor.

Der Herbstbazar wurde festlich mit dem Gesang des Kinderchors eröffnet. Gut gelaunte Gäste stiegen dann die Treppe hoch in die schön geschmückten Klassenräume, die in einen wirklich bunten Herbstbazar verwandelt worden waren. Mit groβem Vergnügen verkauften die Schűler selbst gebastelte Glűckwunschkarten, ungewöhnliche Becher und interessante Sternchen unter wenig Mithilfe von Erwachsenen. Man verkaufte auch Kuchen, Plätzchen, Marmelade und verschiedene Kräuter. Zusammen mit den Schülern waren ihre Omas, Eltern und Lehrer anwesend. Und für die müde gewordenen Besucher stand ein Büfett mit heiβem Tee, Kaffee, Kaltgetränken und verschiedenem Gebäck zur Verfűgung. Kaum zu glauben aber es war wirklich toll, wie auf einem echten Bazar.

Auβer der Eduard-Mörike-Schule besuchte ich noch drei andere Schulen: Adolf-Rehn-Hauptschule, Friedrich-Schiller-Realschule, Schönbuch-Gymnasium. In der Realität habe ich erfahren, dass alle deutschen Schűler gute Möglichkeiten haben, um ihre Kenntnisse zu bereichern. Wenn die Schűler gute Leistungen haben, können sie auf die Realschule oder aufs Gymnasium gehen. Wenn das Lernen einem hier schwer fällt, kann er in die Hauptschule gehen und umgekehrt. Nach der Realschule kann man einen Beruf im Büro erlernen oder aufs Gymnasium gehen. Die Fremdsprachen spielen im Gymnasium eine wichtige Rolle. Zuerst sind das zwei Fremdsprachen und ab 8.Klasse kommt noch eine Fremdsprache oder naturwissenschaftliche Fächer dazu. Ab der Klasse zwölf machen die Schűler das Abitur. Erst nach dem Abitur kann man auf eine Hochschule oder eine Universität gehen. Alles hängt nur von dem Schűler selbst ab, von seinen Fähigkeiten und seinem Eifer.

Dank meines abwechslungsreichen Programms des Hospitatinsafenthaltes habe ich viele Lernmaterialien und Lernideen bekommen, sowie neue Erfahrungen auf dem methodischen Bereich gefunden, die ich jetzt in meinem Deutschunterricht umsetzen kann.
Im Stuttgarter Zentrum vor Weihnachten Im Stuttgarter Zentrum vor Weihnachten
Im Stuttgarter Zentrum vor WeihnachtenAuf dem Schulhof
 
Auf dem SchulhofAuf dem Schulhof
die DrittklässlerIm Unterricht
Im HerbstbazarIm Herbstbazar

Swetlana Komissartschuk

 

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