Mittelschule Nr. 7, Brest, Republik Belarus Wählen Sie die Sprache Russisch

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2. Woche der deutschen Sprache und Kultur in Brest

(13. – 21. Oktober 2008)

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Die 2. Woche der deutschen Sprache und Kultur in Brest hat nun schon einige Zeit ihre Pforten geschlossen. Das Programm war umfangreich und vielseitig. Auch diesmal waren die Schüler unserer Schule unter den Aktionären. Sie nahmen aktiv an den angebotenen Veranstaltungen teil. Es gab keine einzige Veranstaltung, an der nicht mindestens zwei drei Vertreter dabei waren. Meist waren es aber mehr.

Die „Woche“ hatte ihre erste Veranstaltung bereits am 27. September. An diesem Samstagnachmittag fand in der Aula unserer Schule ein Gitarrenkonzert mit Werner Bönzli statt. Sein Thema „Grammatikalische Liebeslieder“ stellte er anschließend noch in einem Workshop für Deutschlehrer vor.

Gleich zur Eröffnung am 13.10. gab es viele interessierte Besucher und der Vortrag von Volker Jansen über ein deutsch-belarussisches Joint Venture erregte die Aufmerksamkeit der Gäste sehr stark. Am Ende gab es dazu auch noch eine Unmenge von Fragen an den Referenten, der auch Informationsmaterial mitgebracht hatte. Großes Interesse fand auch die aus über 200 Exemplaren bestehende Ausstellung von Kinder– und Jugendbüchern, die das Informationszentrum des Goethe-Institutes Minsk leihweise zur Verfügung gestellt hat.

Die zweite Woche der deutschen Sprache und Kultur in Brest begann mit einem Vortrag über ein deutsch-belarussisches Projekt „Hand in Hand für ein Leben nach Tschernobyl“. Wir wissen ja alle, dass am 26. April 1986 die größte Reaktorkatastrophe geschah: 10000 sind gestorben, 1.5 Mio. leben noch in der radioaktiven Zone. Aber „wissen“ bedeutet nicht „etwas unternehmen“. Also, Anfang 1990 entschied eine Gruppe von Fahrradtourteilnehmern eine Organisation zu begründen, die schon 15 Jahre den verunglückten Familien aus dem Tschernobylgebiet hilft. Es werden im Norden von Belarus Häuser aus ökologischen Stoffen gebaut. In den Siedlungen „Druzhnaja“ und „Stari Lepel“ sind bereits etwa 50 Häuser entstanden. Die Organisation beschäftigt sich mit dem Problem von Energiesparen, sie trägt zur Völkerverständigung und Versöhnung zwischen Deutschen und Belarussen bei.
Die Türe dieses Projekts sind für jeden Interessenten geöffnet. Ob Sie persönlich daran teilnehmen wollen, ist schon Ihre Sache. Die Tatsache bleibt so: 20000 Jahre braucht man, um die radioaktiven Stoffen komplett loszuwerden. Wollen wir uns zusammen für ein Leben nach Tschernobyl vereinen!

Jekaterina Chromych, Kl. 9 b

Wie macht man eine Zeitung? Diese Frage interessierte nicht nur Laien , sondern auch Fachleute. Heike Sabel, schon ein bekanntes Gesicht in unserer Schule stellte ihre Zeitung, die “Sächsische Zeitung“, vor und arbeitete dann in einem Workshop mit besonders interessierten Schülern zu Frage „Wie sehen die Belarussen Deutsche und Deutschland?“

Ich denke, im Seminar "Wie macht man eine Zeitung» hat jeder für sich etwas Neues über die deutsche Journalistik gelernt. Hauptperson war Heike Sabel, eine Journalistin der „Sächsischen Zeitung“. Da viele Menschen ohne Deutschkenntnisse gekommen waren, hat Frau Kraus als Übersetzer agiert. Alles, was ungewöhnlich ist, zieht Zuschauer heran. Der Film, der im Seminar gezeigt wurde, war so etwas Besonderes. Er hat erklärt, wie diese „Sächsische Zeitung“ entsteht. Im zweiten Teil des Workshops haben wir auf drei verschiedene Arten recherchiert: auf der Straße, in der Bibliothek und im Internet. Ich habe mich unter jenen Glückspilzen befunden, die an der frischen Luft die Passanten über Deutschland, die Deutschen und ihre Traditionen befragten. Nicht alle reagierten gleich. Aber ein Junge, der meinte, alles über Deutschland zu wissen, hat sich über meine Frage unglaublich gefreut. Nach unserer Rückkehr in die Bibliothek setzten wir uns um einen runden Tisch und analysierten gesammelte Informationen. Jeder der Anwesenden konnte sich ein Thema nach seinem Geschmack wählen, über das er schreiben wollte.

Jana Schitschkowa, Klasse 9 w

Der dritte Tag war dem Goethe-Institut gewidmet, das drei interessante Veranstaltungen für Lehrer und Schüler angeboten hat.

Am 15. Oktober fand in der Gebietsbibliothek Methodentraining unter Leitung von Anna Pertoschewitsch aus Minsker Linguistischer Universität statt. Das Seminar begann mit einer Bekanntschaft, aber die Teilnehmer lernten nicht die persönlichen Angaben, sondern möglichst viel über die Arbeit in der Schule kennen. Die Weise, auf die die Bekanntschaft gemacht wurde, bereicherte meine Erfahrung. Wir stellten die Stühle gegenüber einander und nach jeder Frage der Leiterin rückten wir einen Stuhl nach rechts. Ich glaube, dass diese Methode für meine Schüler geeignet ist, weil sie spannend ist und sich die Schüler locker fühlen werden.
Dann wurden wir in drei Gruppen geteilt, jede von denen an einem aus drei Texten zum Thema „Feiertage“ arbeitete. Die Aufgabe war den Text mit verschiedenen Symbolen, Zeichnungen und nur fünf Wörter zusammen zu fassen. Ich habe schon lange so viel und mit solchem Vergnügen nicht gemalt. Bevor wir andere Gruppen mit den Texten bekannt machten, verglichen wir die Symbole und Zeichnungen innerhalb der Gruppe. Nachdem alle Teilnehmer drei Texte kennen gelernt hatten, machten wir Plakaten, wo die Inhalte dargestellt sein sollten. Die aufgehängten Plakate wurden besprochen. Alle stellten fest, dass diese Methode in der Stunde ganz günstig zu gebrauchen ist, weil die Schüler lernen nicht nur das Wichtigste aus dem Text herausnehmen, sondern auch den Inhalt mit eigenen Wörtern wiedergeben. Dabei prägen sie sich neue Wörter ein. Ich werde diese Methode zur Wiederholung des Themas „Feiertage“ gerne benutzen.
Im zweiten Teil der Methodentraining arbeiteten wir eine Stunde zu den Themen „Schule“ und „Freizeit“ anhand der Texte aus. Danach wurden unsere Vorschläge im Plenum besprochen, indem wir allerlei Methoden untersuchten.
Zum Schluss möchte ich sagen, dass das Lernen nicht immer langweilig ist. Das hat uns Anna Pertoschewitsch in ihrem Seminar bewiesen.

Natalia Petrotschuk

Im Rahmen der 2. Woche der deutschen Sprache in Brest fand das Seminar zum Thema „Filme im DaF –Unterricht“ statt. Es wurde von Anna Petroschewitsch, Lektorin aus dem Goethe-Institut gezeigt, wie attraktiv deutschsprachige Filme für DaF-Unterricht sind. Im Unterricht gibt es nicht immer die Möglichkeit sich Spielfilme anzuschauen. Der Grund ist einfach – Zeitmangel. Eine Lösung des Problems könnten Kurzfilme sein. Den Anwesenden wurden zwei Kurzfilme angeboten: «Schwarzfahrer» von Pepe Danquart (1992) und «Dufte» von Ingo Rasper (2001). Durch praktische Beispiele zeigte man im Workshop, wie mit solchen Kurzfilmen die Fertigkeiten trainiert oder Landeskundekenntnisse vermittelt werden. Zum Schluss wurden mit Interesse verschiedene Unterrichtsideen besprochen, die man im Unterricht beim Einsatz der Kurzfilme ausprobieren könnte.

Anna Roschtschenko

Ein besonderes Bonbon für Schüler mit guten Deutschkenntnissen war das Konversationsseminar. Irina Petrowskaja, Referentin des Goethe-Institutes Minsk arbeitete mit den Schülern am Kurzfilm „Gregors Erfindung“. Interessante Aufgabenstellungen und eine ausgewogene Methodenvielfalt führten zu einer hohen Kreativität im Seminar. So entstanden gute sprachliche und ideenreiche Arbeiten als Ergebnis des Seminars. Und Spaß gemacht hat es ausnahmslos allen.

Karin Kraus


Am 16. Oktober war der „Tag des DAAD“. Michael Klees, Leiter des IC Minsk kam persönlich, um den Tag in Brest zu gestalten. In den Räumen der Puschkinuniversität informierte er zuerst über die Stipendien- und Studienmöglichkeiten in Deutschland. Danach konnte man in einem sehr informativen Vortrag über die Literatur der deutschen Einheit interessante Aspekte und Ansichten erfahren. Zum Abschluss des Tages gab es noch einen Workshop zum Lesen und Schreiben von Pressetexten.

Der Freitag stand ganz im Zeichen der Musik und Literatur.
Nach dem Lesefuchs hieß es „Singen macht Freude, singen macht Laune“. Volker Jansen sang mit allen großen und kleinen Leuten deutsche Volkslieder.

Am Samstag, den 18. Oktober erwartete die Teilnehmer der „Woche“ eine Literaturüberraschung. Diese wirklich angenehme Überraschung war ein Treffen mit den modernen belarussischen Schriftstellern Wera Burlak und Viktor Schybul. Das Treffen begann mit einer kurzen Einführung zur Ausstellung „Flug über Raum und Zeit“, dem Schaffen der Künstler gewidmet. Schüler und Studenten, die in die Bibliothek gekommen waren, verstanden, dass sie in ein Treffen mit ungewöhnlich schöpferischen Persönlichkeiten geraten sind.
Eindringlich-innige, manchmal ironische Gedichte, angefüllt mit tiefem Inhalt wurden sehr emotional vorgetragen. Und die Kenner der belarussischen und deutschen Sprache konnten die Literaturübersetzungen der Gedichte von Wera Burlak und Viktor Schybul in Deutsch vergleichen, die André Böhm, Maike Lindner und Lina Woronina lasen. Am Ende der Veranstaltung konnte man die letzte Gedichtesammlung der Poeten, eine CD von Wera Burlak käuflich erwerben oder ein Autogramm zum Andenken bekommen.

Das Sonntagskino war auch sehr interessant und mit Hilfe solcher Filme wie „Jenseits der Stille“ werden die gesunden Menschen die Behinderten und ihre Probleme mehr akzeptieren. Niemand ist davor bewahrt, selber einmal die Hilfe anderer Menschen zu benötigen.

Das Seminar „Projektmanagement“ bestand aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Im ersten Teil hat Tobias Knubben den Begriff „Projektmanagement“ und dessen Ziele, die wichtigsten Phasen und Merkmale definiert. Es wurde auch aufgezeigt, was man unbedingt beachten muss, damit ein Projekt Erfolg hat. Der zweite Teil des Seminars war praktisch gestaltet, d. h. alle Teilnehmer sollten einen Plan für ihre eigenen Projekte ausarbeiten. Damit hatte man die Gelegenheit, sowohl bei einer spannenden kreativen Arbeit mitzuwirken und dadurch viel Spaß zu haben als auch testen zu können, ob man die Theorie richtig verstanden hatte.

Die Architektur der Plattenbauten von Berlin war Thema des Vortrages von Thomas Haun. Speziell zu dem Vortrag aus Berlin angereist präsentierte er eindrucksvoll die Veränderungen dieser Bauart.

Das Seminar und der Vortrag von Tobias Knubben über das politische und soziale System in Deutschland war nicht nur für die Lehrer, sondern auch für die Schüler und Studenten relevant.


Am 21. Oktober fand das Abschlusskonzert der Woche der deutschen Sprache und Kultur statt. Für mich ist dieses Konzert unvergesslich, weil ich dort moderiert habe. Auf der Bühne stehen vor dem ganzen Saal macht wirklich viel Spaß. Das Publikum war sehr verschieden, von jung bis alt. Es war angenehm, dass alle Zuschauer die gesamten zwei Stunden ruhig auf ihren Plätzen saßen und aufmerksam zugehört haben. Die Eindrücke, die ich bekommen habe, vergehen einfach nicht, sie bleiben für immer.

Kristina Lepilina, Kl. 11‘ b

Für den feierlichen Abschluss der 2. Woche der deutschen Sprache und Kultur in Brest war ein großes Konzert geplant. Es fand am 21.10.2008 im Jugendzentrum (ZMT) der Stadt Brest statt.
Die erste Überraschung erwartete die Zuschauer schon im Foyer des ZMT. Es wurde vorgeschlagen, an einem Rätsel während der Vorstellung teilzunehmen. Die meisten Gäste waren gespannt darauf.
Allmählich wurde der Zuschauerraum fast voll. Unter den Gästen waren die Menschen verschiedener Altersgruppen zu sehen. Hier waren Schüler, Studenten, Lehrer, einige Jugendliche haben ihre Eltern und sogar Großeltern engagiert. Unter den Gästen waren auch Herr Volker Jansen aus Ravensburg und Herr Tobias Knubben, Direktor des CfS/IfD, der eine kurze Begrüßungsrede gehalten hat. Und man darf auch die Menschen nicht vergessen, die zu diesem Konzert gekommen sind, weil sie einfach lebhaftes Interesse an der deutschen Sprache und Kultur haben.
Und niemand hat bedauert, dass er diese zwei Stunden nicht zu Hause auf dem gemütlichen Sofa, sondern im Saal des ZMT verbracht hat. Alles war gut organisiert, toll waren die Moderatorinnen: die Schülerinnen der Schule Nr.7 und die Bosch-Lektorin Maike Lindner, die das ganze Programm in zwei Sprachen – Deutsch und Belarussisch- angesagt haben, so dass jeder, der sogar Deutsch nicht kann, alles verstehen konnte. Und das Programm selbst, wo Lieder, Tänze, Sketche, Gedichte so einander folgten, dass das Interesse an dem Geschehenen bis zum Ende nicht nachließ. Alle waren vom Akkordeonspiel der beiden Schüler des Gymnasiums Nr.3 fasziniert, man hat während der Sketche gelacht, und auch vielfältige Tänze und Lieder haben keinen kalt gelassen.
Zwischen den Programmnummern wurden auch die Preise an die Sieger des Fotowettbewerbs und des landeskundlichen Quiz, die im September 2008 in Brest durchgeführt worden waren, verleiht und Dankworte an alle Sponsoren gesagt. Und am Ende dieses tollen bunten Programms wurden auch die Zuschauer auf die Bühne gebeten, die die während des Konzerts gestellten Rätselfragen richtig beantwortet haben.
Und als schon alle dachten, dass ein Punkt im Programm gestellt wurde, kam noch die letzte Überraschung: von der Decke fielen in den Zuschauerraum „99 Luftballons“ in verschiedener Farbe, was viel Freude nicht nur den kleinen Gästen brachte.
Dieses Abschlusskonzert war wirklich ein unvergessliches Erlebnis für alle Deutsch-Fans.
Vielen Dank allen Veranstaltern, Teilnehmern und Sponsoren für dieses Fest der deutschen Sprache und Kultur.

Galina Kowaljowa

Vom 10.09. – 10.10.2008 wurde ein Quiz zu Deutschlandkenntnissen (möglich für die Klassen 7 – 9 in der Kinderbibliothek und ab Kl. 10 und älter in der Gebietsbibliothek in deutscher Sprache) durchgeführt. Zu den Siegern gehörten die Schüler unserer Schule.

7. – 9. Klasse
Pawel Schilo, Kl. 8 a
Alexandra Schuka, Kl. 8 a

10. Klasse und älter
1. Platz Lina Woronina, Kl. 9 b
2. Platz Olga Karas, Kl. 9a
Veronika Okunewa, Kl. 9a
3. Platz Jekaterina Grizuk, Kl. 11 a
Anna Pasternakewitsch, Kl. 11 b

September: Fotowettbewerb „Mein originellstes Bild aus Deutschland“ Format (mindestens 13 x 18) oder „Mein originellstes Bild aus der Heimat“ Format (mindestens 13 x 18). Dazu wird ein kurzer zweisprachiger Text (D und BY oder Ru) 10 Sätze gefordert (Textsorte ist freigestellt – Gedichte, Prosa, Satire, aber keine Zitate). Die besten Arbeiten stellen wir dann zu einer Ausstellung zusammen. Die Sieger erhalten Preise.
Letzter Abgabetermin: 30. September 2008

Die Teilnehmer unserer Schule am Fotowettbewerb

Publikumspreis

1. Platz Andrej Welitschkewitsch, Kl. 9‘ g
2. Platz Jekaterina Chromych, Kl. 9 b

Jurypreis


2. Platz Lina Woronina, Kl. 9 b
3. Platz Irina Judowitsch, Kl. 11‘ a

 

Das Programm der 2. Woche der deutschen Sprache und Kultur in Brest

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Karin Kraus 

 

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